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Spielbank-Affäre (S/W-Fassung)

DDR/S 1957, R: Arthur Pohl, B: Arthur Pohl nach einem Bericht von Hans von Oettingen, K: Joachim Hasler, D: Gertrud Kückelmann, Jan Hendriks, Peter Pasetti, Willy A. Kleinau, 94‘ · 35 mm Frei nach authentischen Ereignissen reflektiert der Film die Machenschaften in der Spielbank einer bundesdeutschen Kurstadt: Lüge und Betrug als Basis von Wohlstandsgesellschaft und Wirtschaftswunder. Der in München lebende Co-Produzent Erich Mehl steuerte über seine schwedische Firma Pandora Gelder für westdeutsche und österreichische Schauspieler bei; gedreht wurde unter anderem in Italien und der Schweiz. Doch das Prestigeprojekt, mit dem die DEFA auf den westeuropäischen Markt zu gelangen hoffte, scheiterte an den Einsprüchen der DDR-Kulturpolitik: Der Film lasse eine parteiliche Haltung vermissen; es komme kein Vertreter der Arbeiterklasse vor, und der Westen sei in viel zu leuchtenden Farben dargestellt. So lief Spielbank-Affäre in der DDR nur in Schwarz-Weiß; viele der Beteiligten zogen ihre Namen zurück, der in West-Berlin lebende Regisseur brach seine langjährige Zusammenarbeit mit der DEFA ab. Die farbige westdeutsche Fassung trug den Titel Parkplatz zur großen Sehnsucht. (rs) Farbfassung am SO 16.03. um 20.30 Uhr + SO 23.03. um 20.30 Uhr Schwarzweiß-Fassung am SA 22.03. um 21 Uhr