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Am 8. Januar 1967 auf dem Hauptbahnhof von Wrocław: Ein Schauspieler will noch schnell den Zug erreichen, um pünktlich bei Dreharbeiten anzukommen. Er ist wieder einmal knapp dran und springt auf den schon losfahrenden Zug auf – wie er es so oft getan hatte, reine Routine also. Doch diesmal geht es schief.

Zur gleichen Zeit in Warszawa: Ein Filmteam wartet auf seinen Hauptdarsteller. Alles ist vorbereitet, der Dreh könnte sofort beginnen. Doch der Schauspieler kommt und kommt nicht. Stattdessen trifft die Nachricht von seinem Unfalltod ein. Schockstarre macht sich breit. Wszystko na sprzedaż ist weniger ein Film über den konkreten Tod von Cybulski, obwohl die Parallelen offensichtlich sind, als vielmehr der Versuch, über eine sich plötzlich ergebende Leerstelle weiterzuleben und auch weiterzuarbeiten; der Film ist ein Experiment der Hinterbliebenen. „Cybulski bleibt im Film anonym: weder fällt sein Name im Dialog, noch taucht er irgendwann im Bild auf. Er ist präsent durch die Menschen, die mit ihm gelebt und gearbeitet haben und die jetzt nach seinem Tode für ihn spielen.“ (Frauke Hanck, Frankfurter Rundschau, 30.11.1968) (cl)

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