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The Dark Mirror

USA 1946, R: Robert Siodmak, B: Nunnally Johnson, K: Milton Krasner, Eugen Schüfftan (Beratung), D: Olivia de Haviland, Lew Ayres, Thomas Mitchell, Richard Long, 85‘ · 35 mm, OF Schon die Eröffnungssequenz – der minutenlange Schwenk über den nächtlichen Tatort eines Mordes – gehört zu den absoluten Highlights des Film Noirs und des Werks von Siodmak. Des Mordes verdächtigt werden die Zwillingsschwestern Terry und Ruth, eine grandiose Doppelrolle für Olivia de Haviland. Da kein Zeuge die beiden Schwestern unterscheiden kann und zumindest eine der beiden Schwestern ein Alibi hat, wird die Anklage eingestellt. Die Beziehung der Schwestern gerät daraufhin in die Krise, Abgründe tun sich auf. Eugen Schüfftan, dessen Migrationsgeschichte eng mit der von Siodmak verknüpft ist, wäre eigentlich der perfekte Kameramann für das Genre des Film Noir gewesen, doch gelang es ihm nicht, in Hollywood in die allmächtige Gewerkschaft ASC aufgenommen zu werden. Somit konnte ihn Siodmak nur als Berater einstellen – eine Mitarbeit, die in The Dark Mirror wie auch in Phantom Lady und The Killers bemerkbar ist. „Schüfftan komponierte seine Bilder so ausschließlich mit Licht, wie dies vor ihm kein Kameramann getan hatte. Er war ein ‚bewußter Maler‘, wie dies Béla Balázs vom ‚Operateur‘ gefordert hatte. Starke Kontraste waren für ihn maßgebend, die Lichtzonen des Bildes sind streng begrenzt und von Dunkelheit umhüllt. Schüfftans Bilder (…) sind immer nur partikular ausgeleuchtet, sind immer künstliche Lichtkreationen, von den dunklen Partien her entworfen.“ (Karl Prümm in Siodmak Bros. Berlinale Retrospektive 1998). (fl) FR 09.05. um 21 Uhr + SA 17.05. um 21 Uhr