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„Einer der einfühlsamsten und schönsten Filme, die in den USA gedreht wurden.“, schrieb James Agee 1945 in The National. Tatsächlich dürfte der Autor von Let Us Now Praise Famous Men in Jean Renoir, der seinen dritten Film in Hollywood realisierte, einen Seelenverwandten gefunden haben. Unter Mithilfe von William Faulkner und beseelt von einer unerschütterlichen humanistischen und lyrischen Grundhaltung zeigt The Southerner die Anstrengungen der Familie Tucker, die eine heruntergekommene Farm mit einem Stück Land übernimmt, um sich dort ein Leben aufzubauen. Dabei verhindern Wetterkapriolen und neidende Nachbarn den einfachen Weg zum heimischen Glück. Renoir filmt jede Situation als Ereignis. Alle Menschen, Tiere und die Natur werden zu Helden. Weniger als die Geschichte interessiert Renoir die Rolle des Menschen in der Welt. Bilder des Bodens waren immer mit Gründungsmythen verbunden. Selten geschah das so unverfänglich wie hier, denn die Tuckers existieren nicht als Herrscher, sondern als Produkt der Landschaft. (ph) 

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