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Kurzfilmprogramm

Tôkyô saiban/ Tokio-Tribunal

Tôkyô saiban Tokyo-Tribunal J 1983, R: Masaki Kobayashi, B: Masaki Kobayashi, Kiyoshi Ogasawara, , Stimme: Kei Sato (japanische Fassung), Stuart Atkin, Frank Rogers (englische Fassung),  277‘ · 16 mm, engl. Fassung SO 01.05. um 15 Uhr    Eintritt frei!
Während die Nürnberger Prozesse allgemein bekannt sind, gilt dies für den Internationalen Militärgerichtshof für den Fernen Osten weit weniger. Nach der Anklageerhebung am 29.4.1946 begannen am 3.5.1946 die Verhandlungen in den sogenannten Tokioter Prozessen. Zweieinhalb Jahre später, am 12.11.1948, wurden die Urteile verkündet. Aus über 150.000 Metern Filmmaterial montierte der japanische Spielfilmregisseur Masaki Kobayashi einen monumentalen Dokumentarfilm über die juristische Aufarbeitung. Zwischen die Prozessaufnahmen setzt er Bilder vom Kriegsgeschehen sowie Impressionen von Japans Aufstieg und Aufrüstung seit Beginn des 20. Jahrhunderts. Der Film Tôkyô saiban zeigt, wie umkämpft die Erinnerung an den Pazifikkrieg fast 40 Jahre nach Kriegsende war (und bis heute ist): „Die Sympathien des Films liegen bei den 28 Generalen, Admiralen und Politikern, die von 1946 bis 1948 vor Gericht standen für Taten, die sie zwischen dem 1. Januar 1928 und dem 1. September 1945 begangen haben.“ (Drew Middleton, New York Times, 25.9.1985). (ft)