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UFA-Trickmusterrolle

UFA-Trickmusterrolle D 1944, P: Ufa, Trickaufnahmen: Gerhard Huttula, 25’ · Beta SP SA 09.12. um 17.30 Uhr · Einführung: Rolf Giesen Was wären Metropolis und Münchhausen ohne ihre Spezialeffekte? Ihren Weltruf verdankte die Ufa vor allem auch ihren technischen Mitarbeitern: Sie entwickelten kreative Lösungen für fast alle Herausforderungen und waren im besten Sinne Erfinder. Das gilt für die Bühnenbildner, Architekten und Toningenieure – und mehr noch für die Kameraleute und die Abteilung für Spezialeffekte. Dort waltete ab 1937 Gerhard Huttula (1902-1996), zuerst an der Seite, dann als Nachfolger des legendären Guido Seeber. Sein Meisterstück lieferte Huttula, der vor allem für seine Modellaufnahmen und Rückprojektionen berühmt ist, mit Hans Albers‘ Ritt auf der Kanonenkugel in Münchhausen (1942). Hinter dem unscheinbaren Titel UFA-Trickmusterrolle verbirgt sich ein Panorama von Tricks und Effekten, die Huttula für interne Zwecke aus Filmen zusammenstellte, an denen er als Spezialkameramann beteiligt war. Es reicht von Kongo-Express (1939) über Stukas (1941) bis hin zum großen Eisenbahnunglück in Die große Liebe (1942) und Quax in Afrika (1942). Zu sehen sind bedeutende Filmausschnitte, darunter möglicherweise die einzigen erhaltenen kurzen Szenen aus Das Leben geht weiter (1944/45), denn Huttula montierte die „Trickmusterrolle“ teilweise aus Schnittresten und Out-Takes. Außerdem finden sich Werkaufnahmen aus der Trickabteilung, die Schüfftan-Aufnahmen, Rückprojektionen und Modellaufnahmen zeigen. In einem Einführungsvortrag wird der Filmhistoriker und Schriftsteller Rolf Giesen, in dessen Sammlung die „Trickmusterrolle“ überliefert ist, über Special Effects bei der Ufa und die Geschichte des Filmtricks sprechen. (ps)