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„Renate Müller (…) sieht blendend aus als Frau und – als Mann“, schwärmt Der Film nach der Premiere im Dezember 1933. Denn als der im Kabarett leidlich erfolgreiche Damenimitator Viktor (Hermann Thimig) erkrankt, springt die arbeitslose Schauspielerin Susanne (Renate Müller) als Herr Viktoria ein – und die Begeisterung kennt keine Grenzen! Es folgt eine Tournee nach London, wo die beiden auf Ellinor (Hilde Hildebrand) treffen, die sich unverblümt an den hübschen Jüngling ranschmeißt, während „Londons berühmtester Frauenkenner“ Robert (Adolf Wohlbrück) bald dessen Geheimnis ahnt und den feschen Herrn Viktoria einigen Männlichkeitsprüfungen unterzieht. „In dieser frivolen Geschlechtertauschkomödie wird der vermeintliche junge Mann zu einem Spiegel, der durchaus als narzisstisch und autoerotisch aufgeladene Projektionsfläche verstanden werden kann. Im Wissen um das Spannungsfeld zwischen Wohlbrücks Homosexualität im realen Leben und dem eleganten Frauenverführer auf der Leinwand kommt der jugendliche Esprit von Renate Müller gerade recht. Es ist dieses Changieren, das spielerische Ausprobieren und Aufbrechen der jeweiligen Rollenklischees, das den Reiz von Viktor und Viktoria auch heute noch ausmacht. Während hier Wohlbrück ausgelassen seinem komischen Talent freien Lauf lassen kann (…) kontert Renate Müller mit linkischem Jünglingscharme.“ (Elisabeth Streit 2020) (fl)

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„Man wird sich diesen Namen merken müssen, Müller“

Viktor und Viktoria