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Im Jahr 2010 wurden fast 101.600 Personen in Deutschland eingebürgert. Eine Gruppe von ihnen begleitet die Filmemacherin Britt Beyer zehn Monate lang in ihrem Sprach- und Orientierungskurs. Dort lernen die unter anderem aus Syrien, Bulgarien, Bangladesch, Argentinien und Brasilien stammenden Schüler*innen nicht nur, Deutsch zu sprechen und welche Rechten und Pflichten Staatsbürger*innen in Deutschland haben, Lehrbücher vermitteln ihnen auch vermeintliche „deutsche Tugenden“ wie Pünktlichkeit und Sauberkeit. Ein Besuch im Deutschen Historischen Museum ist ebenfalls Teil des Orientierungskurses, dort werden die Teilnehmer*innen unter anderem mit der nationalsozialistischen Rassenlehre konfrontiert.

Beyer entwirft Bilder des Deutschseins, indem weniger deutsche Staatsbürger*innen als vielmehr diejenigen sprechen, die die deutsche Staatsbürgerschaft erwerben möchten. Dabei thematisiert der Film Stereotype der Bundesrepublik genauso wie Vorurteile der Einwander*innen und gegenüber den Gesellschaften, aus denen diese kommen. (mbh)

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