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Sie ist ein zweischneidiges Schwert – die Staatsbürgerschaft. Denn während sie denen, die sie innehaben, Rechte und Freiheiten sichert, schließt sie andere von deren Teilhabe aus. Das Medium Film, das sich bereits im frühen 20. Jahrhundert als ein einflussreiches, wirkmächtiges Massenmedium etablierte, diente früh der Kommunikation mit den Staatsbürger*innen, was propagandistische Absichten miteinschließen konnte. Die ausstellungsbegleitende Retrospektive Einmal die Papiere bitte! Staatsbürgerschaften und das Kino greift mit Blick auf die drei Länderschwerpunkte Frankreich, Polen und Deutschland beispielhaft Aspekte der Konstitution von Staatsbürgerschaft auf, der Zugehörigkeit zu staatlichen Gemeinschaften und der Ausgrenzung von Gruppen – ein Thema, das im Laufe der Filmgeschichte immer wieder dokumentiert und reflektiert wurde.