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Zuneigung – Die Filmemacherin Gisela Tuchtenhagen

Über das Persönliche hinaus etwas vermitteln, was andere suchen könnten: Gisela Tuchtenhagen hat mit Film und Fotografie eine Möglichkeit gefunden, sich auszudrücken. Als erste Frau auf dem Titelblatt der Zeitschrift Film & TV Kameramann (Nr. 4/Jg. 27) ist sie damit 1978 zur Ikone geworden, Quinka Stoehrs Dokumentarfilm über sie tut ihr übriges. In intimen Bildern erzählt die mal rauchende, mal singend-tanzende Gisela bedächtig von dem Weg dorthin, von ihrem Handwerk und von Respekt. Der eigene Standpunkt sei dem anderen beim Filmen stets unterzuordnen.

Das Wort Zuneigung gehört zum Tuchtenhagenschen Vokabular und beschreibt ihre Form der Begegnung mit den Menschen: das Gegenüber zu nichts drängen, zuhören – so entsteht eine Zuneigung, die sich eben auch ganz körperlich ausdrückt und sich in die Bilder einschreibt. Dies wird auch in der Beziehung von Stoehr und Tuchtenhagen deutlich; es herrscht Vertrautheit. Ein Porträt über die Arbeit als Filmemacherin, aber vor allem ein selten offener Einblick in das Leben einer Person und ihrer Beziehungen, als Mutter und Gefährtin. Quinka Stoehr begleitet Gisela Tuchtenhagen auf eine Reise an die prägenden und traumatischen Orte von Kindheit und Jugend bis nach Paris und zurück nach Hamburg über Berlin. Ein Film über Erinnerung, aber vor allem über die Gegenwart einer bewegten Persönlichkeit, die sich nicht festschreiben lassen will und das genauso wenig mit den Protagonist*innen ihrer Filme macht. (fib)

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