Erich Hoepner 1886-1944

Militär

  • 1886

    14. September: Erich Hoepner wird in Frankfurt/Oder als Sohn des Sanitätsoffiziers Kurt Hoepner und dessen Frau Elisabeth (geb. Kienast) geboren.

  • 1890

    Übersiedelung nach Charlottenburg bei Berlin.

  • 1905

    März: Nach dem Abitur Eintritt als Fahnenjunker in das Dragoner-Regiment Nr. 13 in Metz (heute: Frankreich).

  • 1906

    Februar: Ernennung zum Leutnant.

  • 1910

    Hoepner heiratet Irma Gebauer. Aus der Ehe gehen zwei Kinder hervor.

  • 1914-1918

    Er nimmt als Kompanieführer und als Generalstabsoffizier am Ersten Weltkrieg teil.

  • 1920

    In der Weimarer Republik wird Hoepner trotz der im Versailler Vertrag vorgesehenen Reduzierung des deutschen Heers als Rittmeister in die Reichswehr übernommen, in der er zum Oberst aufsteigt.

  • 1920-1933

    Er ist bei verschiedenen Truppen- und Stabskommandos tätig.

  • 1933

    Hoepner wird Chef des Stabes im Wehrkreiskommando I in Königsberg (heute: Kaliningrad/Rußland).

  • ab 1933

    Nach der Machtübernahme der Nationalsozialistischen Deutschen Arbeiterpartei (NSDAP) steht Hoepner dem NS-Regime ablehnend gegenüber. In Offizierskreisen ist seine Kritik an der von Adolf Hitler angestrebten Durchdringung der Reichswehr und der Wehrmacht mit der nationalsozialistischen Ideologie bekannt.

  • 1935

    Versetzung in den Generalstab des Heeres nach Berlin. Über seinen Vorgesetzten Ludwig Beck hat er Kontakt zum Widerstand in der Wehrmacht.

  • 1936

    Ernennung zum Generalmajor.

  • 1937

    Hoepner wird Kommandeur der 1. Leichten Division.

  • 1938

    September: Auf dem Höhepunkt der Sudetenkrise stellt sich Hoepner mit seiner Division Franz Halder zur Verfügung, der einen Staatsstreich und die Verhaftung Hitlers im Fall einer deutschen Kriegserklärung an die Tschechoslowakei plant. Das Münchner Abkommen durchkreuzt die Absichten.
    Hoepner wird Generalleutnant und Kommandeur des motorisierten XVI. Armeekorps.

  • 1939

    Beförderung zum General der Kavallerie.
    September/Oktober: Trotz entschiedener Ablehnung eines Kriegs nimmt er mit dem XVI. Armeekorps am deutschen Überfall auf Polen teil.
    Ihm wird das Ritterkreuz zum Eisernen Kreuz verliehen.

  • 1939-1942

    Hoepner gilt neben Heinz Guderian als ausgesprochener Experte für den Einsatz der Panzerwaffe und der mobilen Kriegführung. Im Verlauf des Zweiten Weltkriegs wird er zu einem der erfolgreichsten und in der Öffentlichkeit bekanntesten Panzergenerale.

  • 1940

    Mai/Juni: Teilnahme an der deutschen Westoffensive gegen Frankreich.
    Juli: Beförderung zum Generaloberst.

  • 1941

    22. Juni: Mit Beginn des deutschen Überfalls auf die Sowjetunion ist Hoepner Befehlshaber der Panzergruppe 4.
    Oktober: Mit seinen in 4. Panzerarmee umbenannten Einheiten beteiligt er sich an der Kesselschlacht von Wjasma, um anschließend einen frontalen Angriff auf Moskau einzuleiten.

  • 1942

    7. Januar: Um während der sowjetischen Winteroffensive von 1941/42 unnötige Verluste unter seinen erschöpften Truppen zu vermeiden, ignoriert Hoepner Hitlers fanatischen Durchhaltebefehl und ordnet einen taktischen Rückzug an. Aufgrund seines befehlswidrigen Verhaltens setzt ihn Hitler als Kommandeur der 4. Panzerarmee ab.
    8. Januar: Unehrenhafte Entlassung Hoepners aus der Wehrmacht wegen "Feigheit und Ungehorsam". Das Recht zum Tragen seiner Uniform und seiner Orden wird ihm aberkannt.
    Hoepner zieht sich nach Berlin zurück.

  • 1942-1944

    Über Beck, Friedrich Olbricht und Claus Schenk Graf von Stauffenberg hat er wieder engen Kontakt zur Militäropposition und ist in die Umsturzpläne der Verschwörer gegen Hitler eingeweiht.

  • 1944

    Juli: Hoepner ist in der Operation "Walküre" als "Oberbefehlshaber im Heimatkriegsgebiet" vorgesehen.
    20. Juli: Nach dem gescheiterten Attentat auf Hitler wird er zusammen mit Mitverschwörern im Berliner Bendlerblock verhaftet.
    8. August: Im Volksgerichtshof verurteilt ihn Roland Freisler zum Tod durch Erhängen. Erich Hoepner stirbt am selben Tag in Berlin-Plötzensee.

Arnulf Scriba
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