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„A kiss on the hand may be quite continental / but diamonds are a girl’s best friend”. Die erste Textzeile lässt es erahnen: Nur Bares ist Wahres für „Goldgräberin” Lorelei Lee (Marilyn Monroe), die diesen Song als Showgirl vor den entzückten Augen ihres Verlobten Gus (Tommy Noonan) zum Besten gibt. Für Lorelei ist es eine Tatsache, dass die Welt Frauen kaum eine andere Möglichkeit lässt, als ihren Körper einzusetzen, um das erwünschte Leben zu führen. Ihre Freundin und Bühnenpartnerin Dorothy (Jane Russell) dagegen glaubt an die wahre – geldunabhängige – Liebe. Doch dem olympischen Team, das mit den beiden Entertainerinnen per Schiff nach Frankreich übersetzt, lässt der strenge Fitnessplan keine Zeit für Techtelmechtel. Während Lorelei bei einem Diamantenminenbesitzer (Charles Coburn) zu schürfen versucht, schaut Dorothy darum sehnsüchtig (und den male gaze konterkarierend) durchtrainierten Turnern auf die hautfarbenen Höschen. Aber wem versprechen sich die beiden Frauen eigentlich tatsächlich, wenn sie am Ende Seite an Seite in identischen Hochzeitskleidern zum Altar schreiten?                                                                                                                                                       Aus einem Schelminnen-Roman der US-amerikanischen Autorin Anita Loos hat Regielegende Howard Hawks einen gutgelaunten, hoch amüsanten und von den beiden Hauptdarstellerinnen glänzend gespielten Freundinnenfilm gemacht, der zu Queer Readings einlädt. (jz)                                                                                                                                            

Gentlemen Prefer Blondes

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