Samstag, 29. August 2026, 18.00 Uhr
Skip Norman – Freund und Kameramann

Bereits an zwei – derzeit leider nicht zugänglichen – studentischen Arbeiten von Jonatan Briel war sein afroamerikanischer Kommilitone Skip Norman beteiligt, bevor dieser bei Briels Filmen Ein sonderbarer Fall von Liebe (1973) und Glutmensch (1975) die Kameraarbeit übernahm. Normans eigene DFFB-Filme haben auf den ersten Blick wenig mit denen seines Freundes gemein, handeln diese doch von der „Politik und Poetik revolutionären Schwarzen Denkens […]. Zugleich lässt sich ein gemeinsamer Nenner im Geschichtsbewusstsein erkennen, das die je eigenen Herkünfte erforscht und den Wünschen nach einem anderen, besseren Leben Raum gibt.“ (Volker Pantenburg in der Begleitpublikation Die Bilderwelten des Jonatan Briel)
Blues People verbindet die Musik des US-amerikanischen Südens mit expliziter Sexualität, „eine Reflexion auf die Gewaltgeschichte der USA und ihre Sublimierungsformen“ (Pantenburg), während in Cultural Nationalism und Strange Fruit die Worte des Black-Panther-Mitbegründers Bobby Seale mit der experimentellen Bildebene in einen Dialog treten. (fl)
Volker Pantenburg ist Professor für Filmwissenschaft an der Universität Zürich.
Riffi
R/B: Skip Norman, K: Holger Meins, 16′
Blues People
R/B: Skip Norman, K: Carlos Bustamante, 26′
Cultural Nationalism
R/B: Skip Norman, 11′
Strange Fruit
R/B/K: Skip Norman, 30′