Samstag, 29. August 2026, 20.30 Uhr
Filme von Gregory J. Markopoulos

In einem Interview mit dem Filmjournalisten Aldo Bernardini vom italienischen Filmmagazin Bianco e Nero nennt Briel 1970 neben Vertretern der klassischen Avantgarde und des Autorenfilms auch den zeitgenössischen US-amerikanischen Experimentalfilmer Gregory J. Markopoulos als eine seiner Leitfiguren. Briel konnte Markopoulos’ Filme bereits in der zweiten Hälfte der 1960er Jahre bei Veranstaltungen der Freunde der Deutschen Kinemathek sowie beim Experimentalfilmfestival EXPRMNTL 4 (1967) im belgischen Knokke in Augenschein nehmen. Ästhetisch prägend ist die für Markopoulos so typische Montagetechnik, in der Einzelkader rhythmisch und teils stakkatoartig aneinandergefügt, mitunter auch überlagert werden. Dessen visionärer Stil, anhand von klassischen literarischen Vorlagen die innere Zerrissenheit von jungen homosexuellen Männern in Film zu übersetzen, beeinflusste Briel ebenso wie eine ähnliche Auffassung von experimentellen Künstlerporträts. Passenderweise liefen beim Filmfestival in Locarno einige von Markopoulos’ Political Portraits als Vorfilme zu Wie zwei fröhliche Luftschiffer. (mr)
Maja Roth ist Wissenschaftliche Mitarbeiterin am Institut für Medienwissenschaft der Hochschule für Bildende Künste (HBK) Braunschweig.
Through a Lens Brightly: Mark Turbyfill
R: Gregory J. Markopoulos, 15′
Twice a Man
R: Gregory J. Markopoulos, 49′
Political Portraits (Ausschnitte)
R: Gregory J. Markopoulos, 15′