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1954 spielt Monroe in einem von Otto Preminger inszenierten Western, dessen schwungvolle Songs nicht eine eindimensionale Darstellung von Geschlechterbeziehungen hinwegtäuschen können: Der hartgesottene Cowboy Matt (Robert Mitchum) sucht in einer Zeltstadt nach seinem Sohn Mark. Er findet ihn bei Kay (Marilyn Monroe), einem lebenserfahrenen, empathischen Showgirl. Wie viele weibliche Charaktere liebt sie zunächst den Falschen – eine windige Type namens Harry (Rory Calhoun). Nachdem sich Harry in Richtung Goldversprechen aus dem Staub macht, folgen ihm Kay, Matt und Mark auf dem reißenden „River of no return“. Kay und Matt nähern sich dabei vorsichtig an. Bezeichnend für den damaligen common sense in Sachen Partnerschaft ist eine aus dem Nichts kommenden Szene, in der Matt versucht, Kay zu vergewaltigen. Seine Brutalität dabei ist verstörend – vor allem weil Kay beginnt, jenen Zwangskuss zu genießen. Ebenso bezeichnend: Die Szene wurde als Hauptmotiv für das Filmposter ausgesucht.                                                                                                       Die Fahrten über den reißenden Fluss, gespiegelt in fließenden Kamerabewegungen, geben dem Film auf der bildlichen Ebene Tempo und Dynamik. Und Monroes Schauspiel und ihren leidenschaftlich vorgetragenen Songs merkt man eine sorgfältige Vorbereitung an. Dass Mitchum sein übliches Non-Acting präsentiert, macht das Zusammenspiel noch faszinierender. (jz)

Fluss ohne Wiederkehr

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