Sonntag, 09. August 2026, 19.00 Uhr
Clash by Night

Monroes erster ernstzunehmender Auftritt in der Produktion eines großen Studios (RKO Pictures) – und es ist eine sehr ungewöhnliche Nebenrolle. Als Fischfabriksarbeiterin Peggy tritt sie ihrem Geliebten Joe (Keith Andes) selbstbewusst und fast die ganze Zeit in Jeans entgegen, pocht auf ihre Unabhängigkeit als Frau und weist ihn spöttisch zurück, als er sich ihr nähert: „When I want you to kiss me, I'll let you know. By Special Messenger!” Das Liebesdrama, dessen Drehbuch auf einem Stück des Theaterautors Clifford Odets basiert, erzählt von der desillusionierten Mae (Barbara Stanwyck), die nach zehn Jahren in der Großstadt nach Monterey zurückkehrt, dort einen so gutmütigen wie langweiligen Mann (Paul Douglas) heiratet, aber die Hände nicht von einem Freund ihres Mannes lassen kann, dem verbitterten, attraktiven Earl (Robert Ryan), in dem sie ihre eigene Ausweglosigkeit gespiegelt sieht. Vom Regiestar Fritz Lang während dessen Hollywood-Jahren teilweise im Stil des filmischen Realismus inszeniert, wartet das Drehbuch mit düsteren Dialogen auf, die die Resignation der Protagonist*innen auf den Punkt bringen. „My life's history in four words”, schleudert Mae etwa Earl entgegen, “big ideas, small results”. Von Peggy erfährt Mae dagegen eine große Portion weibliche Solidarität. (jz)
Clash by Night
- USA 1952
- DCP
- OF
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R: Fritz Lang, B: Alfred Hayes, K: Nicholas Musuraca, D: Barbara Stanwyck, Paul Douglas, Robert Ryan, Marilyn Monroe, Keith Andes, 105‘