
Nach dem Mauerfall befindet sich Berlin in einem tiefgreifenden Wandel. Helga Reidemeister richtet in ihrem Dokumentarfilm den Blick auf die Generation der „Mauerkinder“ zwischen Anpassungsdruck, Existenzsorgen und dem Wunsch nach Selbstbestimmung. Im Zentrum steht der Fotograf Robert Paris (*1962), der mit einer ungewissen Zukunft konfrontiert ist. Als Sohn eines DDR-Künstlerpaares verweigert er sich den Anforderungen der Leistungsgesellschaft und gerät in eine kreative Krise. Zwischen den Baustellen am Potsdamer Platz und dem Verschwinden des alten Berlins gehen ihm die Motive abhanden.
Lichter aus dem Hintergrund ist auch ein Film über Bilder, die Arbeit am Bild und die Veränderungen des Stadtbildes. „Robert ist keine spektakuläre oder dramatische ‚Ex-DDR‘-Existenz, wie man das hier im Westen besser hätte verkaufen können. Aber jemand mit innerer Kontinuität: Er hat opponiert zu DDR-Zeiten und er passt sich auch hier nicht an. [...] Er bleibt bei sich, sucht immer weiter nach eigenen Ausdrucksformen. Er sagt auch, dass Berlin nicht mehr seine Stadt ist, mit all dem, was u.a. Sony oder Daimler-Benz da bauen." (Helga Reidemeister) (jg)
Lichter aus dem Hintergrund
- D 1998
- DCP
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R: Helga Reidemeister, K: Lars Barthel, M: Konrad Bauer, 93'