Berlin.Dokument
2026
Berlin.Dokument – unter diesem Titel präsentiert das Zeughauskino in chronologischer Folge monatlich ein Programm mit dokumentarischen Filmen von Berlin. Die Programme erzählen mosaikartig eine Geschichte der Stadt, wie sie in oft unbekannten, an den Rändern der kommerziellen Filmindustrie entstandenen Aufnahmen überliefert ist.
Im April dokumentiert Gestern Mitte Morgen den Anfang der 1990er Jahre in Berlin-Mitte entstandenen Freiraum, den Lebenskünstler*innen unterschiedlicher Herkunft und Talente für sich zu nutzen wussten. Mit der Verhüllung des Reichstags im Sommer 1995 steht ein international vielbeachtetes Kunstprojekt des Künstlerehepaar Christo und Jeanne-Claude im Mittelpunkt des Mai-Programms. Wolfram und Jörg Daniel Hissen erinnern in ihrem vielschichtigen Film Dem deutschen Volke – Verhüllter Reichstag 1971-1995 an dessen fast 25-jährige Entstehungsgeschichte. Drei unterschiedliche, über lange Zeiträume entstandene Arbeiten nehmen schließlich im Juni den Berliner Grenzstreifen in den Blick: Blicke nach drüben, eine Narbe mitten in Berlin, Brachflächen in einer Zwischenzeit.
Kurator der Reihe ist der Autor und Filmhistoriker Jeanpaul Goergen, der 2023 mit dem Ehrenpreis des Kinematheksverbundes für seine Verdienste um die Filmkultur und das Filmerbe ausgezeichnet wurde.











