
Ermutigt durch ihren damaligen Mann, den NDR-Dramaturgen Goetz Kozuszek, schrieb Helga Feddersen, Schauspielerin und Tochter eines Hamburger Kaufmanns für Seemannsausrüstungen, 1967 ihr erstes Drehbuch: Vier Stunden vom Feuerschiff „Elbe 1“ entfernt liegt Brunsbüttelkoog samt einer Schleuse, die den südlichen Eingang zum Nord-Ostsee-Kanal bildet, sowie einem Seemannsfrauenheim. Hier warten die Angetrauten von Schiffsleuten darauf, einige Minuten mit ihren durchreisenden Männern verbringen oder sogar mit ihnen die siebenstündige Fahrt durch den Kanal absolvieren zu können. Im Mittelpunkt von Vier Stunden von Elbe 1 steht jedoch der Schwager der Heimleiterin, der Schiffskoch Gustav Andresen, der beschlossen hat, sein langjähriges Junggesellendasein endlich aufzugeben. Er muss nur noch die Richtige finden.
Helga Feddersens ebenso unprätentiöse wie einfühlsame, Probleme aber nicht sentimental verklärende Schilderung des Alltags „kleiner Leute“ fand nicht nur bei ihrer Erstausstrahlung viel Zuspruch. Fechner ließ seinen Kameramann Rudolf Körösi das „realistische Volksstück“ (NDR) wie eine jener Dokumentationen fotografieren, die dieser bis dahin gedreht hatte: mit langen, mit beweglicher Handkamera gefilmten Einstellungen, die das Geschehen beobachten, wodurch dieser Schwarzweißfilm wirkt wie ein Werk des dokumentarischen, damals neuen Direct Cinema. (gym)
Vier Stunden von Elbe 1
- BRD 1968
- Digital SD
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R: Eberhard Fechner, B: Helga Feddersen, K: Rudolf Körösi, D: Carsta Löck, Klaus Höhne, Helga Feddersen, Elke Twiesselmann, Regine Lutz, Rolf Schimpf, Evelyn Hamann, 104'