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Eintritt frei

Fast hundert Jahre nach ihrer Gründung Ende 1927 sind die Comedian Harmonists noch immer eine Legende. Doch Eberhard Fechners Film über die Gesangsgruppe ist weitgehend in Vergessenheit geraten. Dabei hatte er Mitte der siebziger Jahre die Gelegenheit, mit den vier damals noch lebenden Mitgliedern Robert Biberti, Erwin Bootz, Roman Cycowski und Asparuch „Ari“ Leschnikoff ausführlich zu sprechen, sowie mit Angehörigen und Weggefährten, auch der bereits verstorbenen Sänger Harry Frommermann/Frohman und Erich/Eric Collin.

Wie in Fechners Dokumentationen üblich, treten die Befragten durch die Montage ihrer Aussagen miteinander in einen Dialog und der Filmemacher enthält sich eines gesprochenen Kommentars. Dem Untertitel gemäß gilt sein Interesse den sechs Lebensläufen, dem Verhalten von Menschen im Angesicht nationalsozialistischer Diskriminierung: 1935, auf dem Höhepunkt ihres auch internationalen Erfolgs, löste sich die Gruppe angesichts des Drucks der Nazis auf, denen vor allem missfiel, dass drei der Mitglieder jüdischer Herkunft waren. Fechners mit viel historischem Material ausgestatteter zweiteiliger Film entstand auch vor dem großen Interesse für die deutsche Kultur der „Goldenen Zwanziger“, welches sich in den siebziger Jahren entwickelt hatte und teils zur Nostalgie auswuchs. (gym)

Die Comedian Harmonists – Sechs Lebensläufe