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Eintritt frei

Auch wenn die ARD mit Frankfurter Gold ursprünglich andere Pläne hatte: Fechners Spielfilm ist die sechste Episode der Krimiserie Tatort und der erste Fall für Kommissar Konrad (Klaus Höhne), der bis Ende der siebziger Jahre in jenen Folgen der Ermittler war, die der Hessische Rundfunk zu der Reihe beisteuerte. Dass hier vor wie hinter der Kamera diverse weitere Mitwirkende aus Fechner-Filmen beteiligt sind, ist ebenso wenig Zufall wie der Umstand, dass die Geschichte auf einem wahren Fall basiert und Fechner für sein Drehbuch ausgiebige Gespräche mit dem Täter führte.

Der authentische Fall war spektakulär: Ein junger Banker und Finanzmakler hatte sich Vertrauen und Geld ergaunert, indem er als Sicherheit angebliche Goldbarren präsentierte und bei Banken hinterlegte, die in Wahrheit nur aus mit Gold überzogenem Blei bestanden. In der echten Werkstatt des von ihm beauftragten Goldbarrenfälschers wurden einige Szenen des Films gedreht, gegen den der Anwalt des Bankers zu Felde zog, da dieser bei der Erstausstrahlung noch nicht verurteilt war. Sehenswert ist Frankfurter Gold auch, weil ein solcher Tatort heute kaum mehr denkbar wäre: Es gibt weder Mord noch Totschlag, der Ermittler spielt kaum eine Rolle, die Gesellschaftskritik bleibt dezent, und die mehrminütigen Plansequenzen wie die Gestaltung insgesamt zielen auf eine dokumentarische Wirkung des Films. (gym)

Tatort: Frankfurter Gold