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Eintritt frei

Als Alfred Anderschs letzter Roman Winterspelt im Jahr 1974 erschien, stieß er auf ein geteiltes Echo. Nichtsdestotrotz forcierten Autor und Verlag seine Filmadaption. Für Aufsehen sorgte dabei der ablehnende Bescheid der Filmförderungsanstalt, hinter dem manche politische Motive vermuteten: Anderschs Geschichte des Versuchs eines Wehrmachtsoffiziers, sich im Herbst 1944 in der Eifel mitsamt seinem Bataillon kampflos den Alliierten zu ergeben, behage konservativen Kreisen nicht. Als dank umfangreicher Beteiligung des Fernsehens die Filmproduktion fertiggestellt war, sah sich auch Fechners einziger Kinofilm mit massiver Kritik konfrontiert. Der Regisseur habe zwar sorgfältig recherchiert und rekonstruiert, Anderschs Reflexion über Verantwortung, Schuld und Schicksal aber übermäßig vergröbert. Dieses Urteil zu überprüfen, hatten und haben allerdings nur wenige Menschen Gelegenheit: Winterspelt 1944 wurde 1978 nur von einem kleinen Verleih herausgebracht und lief bloß in wenigen Filmtheatern. Bis heute ist er nicht auf DVD erschienen, auch für Kinos schwer verfügbar und dementsprechend nur noch äußerst selten zu sehen. (gym)

Winterspelt 1944