Montag, 30. November 2026, 19.00 Uhr
Zum Gasthof der spritzigen Mädchen

Die hohe Kunst des „Fensterln” beherrscht niemand besser als Annamirl (Sylvia Engelmann): Gleich reihenweise klettern die feschen Burschen über eine Leiter ins Zimmer und ins Bett der blonden Wirtstochter – als ihr die Männer doch einmal ausgehen, greift sie behände zum Vibrator.
Wenn der Heimatfilm-Boom einst mit Sonja Ziemanns züchtig schmachtendem Schwarzwaldmädel begann, dann kommt er mit der unbeschwert triebgesteuerten Annamirl an einen vielleicht zwangsläufigen Endpunkt. Annamirls Schwester Elfi (Alena Penz) wiederum kehrt aus der Großstadt aufs Land zurück – als Teil der Rockband The Hell-Sisters. Die den Freuden der Sexualität ebenfalls nicht abgeneigten Höllenschwestern würzen Franz Marischkas sympathisch formlose, teils fast schon surrealistische Untiefen erkundende Zotenparade mit einer Prise ironischer Lässigkeit, die an die Filme der Münchner Gruppe denken lässt. Die ältere Generation, vertreten unter anderem durch Sexfilm-Dauerbrenner Peter Steiner als Kirchwirt, ist gründlich abgemeldet und ergibt sich bald ebenfalls achselzuckend ihrem Triebschicksal. Anarchisches Rumpelkino der liebenswürdig-menschenfreundlichen Art. (lf)
Zum Gasthof der spritzigen Mädchen
- BRD 1979
- 35mm
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R: Frank Marischka, D: Werner P. Zibaso, Franz Marischka, K: Ernst W. Kalinke, D: Sylvia Engelmann, Alena Penz, Peter Steiner, Rosl Mayr, Fred Stillkrauth, Margot Mahler, 87'