Dienstag, 08. Dezember 2026, 19.00 Uhr
Daheim sterben die Leut‘

„Ohne Fortschritt kein Wachstum, ohne Wachstum kein Wohlstand!“ Ein vom Landrat gehegter Plan für eine Fernwasserleitung versetzt ein ganzes Dorf in Aufregung. Darunter der störrische Bauer Allgeier, der sich beharrlich weigert, seine eigene Quelle gegen den Anschluss an die neue Leitung einzutauschen. Als der Behördler letztlich Tatsachen schafft, antwortet ebendieser Allgäuer Bauer mit der Mistgabel, mit Wunderheilern und weißer Magie. Eine handfeste Provinzfehde ist das Resultat, verpackt als episodenhafte Satire auf bäuerlichen Starrsinn, Aberglauben und (lokal-)politische Absurditäten.
Klaus Gietinger und Leo Hiemer landeten mit ihrem von Laien und derber Mundart getragenen Low-Budget-Film 1985 einen Überraschungserfolg. Nach der Premiere im Forum der Berlinale entwickelte sich Daheim sterben die Leut‘ zu einem der meistgesehenen Kinofilme des Jahres. Anders als die kritischen Heimatfilme der frühen 1970er Jahre, die Provinz meist als Ort der Enge und Gewalt zeichnen, hält Daheim sterben die Leut‘ an der Möglichkeit einer lebenswerten Heimat fest. Schönes, warmherziges Regionalkino, das seine Figuren ernst nimmt – trotz und wegen des Lachens über sie. (ts)
Daheim sterben die Leut‘
- BRD 1985
- 35mm
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R/B: Klaus Gietinger, Leo Hiemer, K: Marian Czura, D: Walter Nuber, Luise Zodel, Josef Lau, Constanze Maier, Norbert Hauber, Anni Rapps, Heribert Weber, 103'