Samstag, 05. Dezember 2026, 18.00 Uhr
Heia Safari. Die Legende von der deutschen Kolonialidylle in Afrika

Am 5. und 6. Oktober 1966 leisteten der WDR und der Journalist Ralph Giordano Pionierarbeit. Zum ersten Mal fand mit der Ausstrahlung von Heia Safari im bundesdeutschen Fernsehen eine kritische Auseinandersetzung mit der deutschen Kolonialgeschichte statt. Zwei Ereignisse nannte Giordano als Auslöser für seine Arbeit an der Fernsehdokumentation: eine nicht zustande gekommene kritische Artikelreihe, die 1962 in der Zeitung des Deutschen Gewerkschaftsbundes Welt der Arbeit erscheinen sollte, und die Beisetzungsfeierlichkeiten für den ehemaligen Kommandeur der „Schutztruppe“ für Deutsch-Ostafrika Paul von Lettow-Vorbeck im März 1964, bei denen der damalige Bundesverteidigungsminister Kai-Uwe von Hassel Lettow-Vorbeck als ein Vorbild für Soldaten der Bundeswehr bezeichnete.
Als die Ausstrahlung der Doppelsendung einen unerwartet heftigen Proteststurm auslöste, zeichnete der WDR eine Podiumsdiskussion auf, die zwei Monate später im Fernsehen lief: Neben weißen, deutschen Afrika-Experten kommen auch Zuschauer selbst zu Wort. (ft)
Fabian Tietke ist Filmhistoriker, Kurator und Filmjournalist.
Heia Safari. Die Legende von der deutschen Kolonialidylle in Afrika
- BRD 1966
- Digital SD
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R: Ralph Giordano, zwei Teile: 45' + 44'
Heia Safari – Für und Wider
- BRD 1967
- Digital SD
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125'