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Einführung: Jeanpaul Goergen; Zu Gast: John Burgan

Ein autobiografischer Filmessay über Herkunft und Sehnsucht in Zeiten der Wiedervereinigung. Die Fernsehbilder vom Fall der Berliner Mauer 1989 lösen im britischen Regisseur John Burgan eine starke emotionale Reaktion aus: Während Ost- und West-Berlin zusammenkommen, beginnt er, seine Gespaltenheit als Adoptivkind zu reflektieren: „Eine Stadt vereinigte sich, und ich schien mich zu spalten”. Schwer fassbare Gefühle einer inneren Unrast veranlassen ihn, Ängste zu überwinden und Nachforschungen zur leiblichen Mutter aufzunehmen. 8mm-Privatfilme der Adoptiveltern, unter anderem über einen Urlaub in West-Berlin, ferner Aufnahmen aus Fernseharchiven, historische Fotos und aktuelle Aufzeichnungen verbindet Burgan mittels poetischen Off-Kommentars zu einer Reflexion über Identität und Zugehörigkeit. Die Wiedervereinigung als Resonanzraum der eigenen Geschichte. „Burgan stellt nicht nur Parallelen her zwischen seinem Leben und dem der Stadt oder eines Lands, er spürt auch dem doppelten Bewusstsein als allgemeines Phänomen nach, das im Übrigen auch nach dem Fall der Mauer weiter existiert." (Barbara Schweizerhof, Freitag, 32/2001) (jg)

Memory of Berlin

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