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Die kleine Hexe und ihr Rabe Abraxas, der kleine Wassermann und sein Freund, der Karpfen Cyprinus, das kleine Gespenst, der Waisenjunge Krabat, der Räuber Hotzenplotz und der Zauberer Petrosilius Zwackelmann. Sie alle sind Geschöpfe der Fantasie, sie alle haben einen Platz tief in unserem Gedächtnis. Das gilt zumindest für jene Millionen von Menschen, die das Glück hatten, mit den Kinderbüchern von Otfried Preußler aufzuwachsen, ja mit ihnen Freundschaft zu schließen. Weil sie ihnen als Kind vorgelesen wurden, weil sie die Bücher selbst immer wieder gelesen haben und durch sie Lesen lernten, weil sie die Geschichten aus Hörspielen, von Schallplatten, aus Verfilmungen kennen. Eine Kindheit ohne Otfried Preußlers Erfindungen? Kaum vorstellbar.

Geboren 1923 im nordböhmischen Reichenberg, dem heutigen Liberec, als Sohn von Lehrern, wird Otfried Preußler von früh an geprägt durch die böhmischen Sagen und Geschichten, die ihm seine Großmutter erzählt. Schon als Kind beginnt er selbst zu schreiben. Nach dem Schulabschluss wird er Soldat, gerät 1944 in sowjetische Kriegsgefangenschaft und kehrt von dort erst nach fünf Jahren zurück. In Oberbayern findet Preußler seine aus Reichenberg vertriebenen Angehörigen wieder. Er heiratet, gründet eine eigene Familie, arbeitet als Lokaljournalist und wird schließlich Lehrer. Mit Der kleine Wassermann hat der mittlerweile 33-jährige Autor 1956 einen ersten großen Erfolg, dem viele weitere folgen. Seine Werke werden in zahlreiche Sprachen übersetzt und machen ihn zu einem der bekanntesten und beliebtesten Kinderbuchautoren der Bundesrepublik. Otfried Preußler, dessen schriftstellerischer Nachlass in der Berliner Staatsbibliothek liegt, stirbt am 18. Februar 2013.

Preußlers bekannteste Erzählungen sind in den letzten Jahren mit großem Erfolg erneut für die Kinoleinwand adaptiert worden, darunter Das kleine Gespenst (2013), Die kleine Hexe (2018) und Der Räuber Hotzenplotz (2022). Am 20. Oktober 2023 jährt sich Preußlers Geburtstag zum einhundertsten Mal. Aus diesem Anlass laden wir Kinder und Erwachsene ein zur Wiederbegegnung mit drei Preußler-Verfilmungen aus den Jahren 1974, 1992 und 2008.

Für den Besuch der Filme gilt für Kinder ein reduzierter Eintrittspreis von 2,50 €.

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