„Objekt im Blick“: Die Ortenburg-Bibel

8. Oktober 2026 87 Min.

Eine folgenreiche Schrift: Nur 10 Exemplare gab es im Druck auf Pergament von dieser frühen Ausgabe der Lutherbibel aus dem Jahr 1535 – eines befindet sich heute in der Sammlung des DHM. Welche weitreichenden, auch politischen Folgen hatte diese Bibel für die deutsche Geschichte im Allgemeinen und ihren früheren Besitzer im Besonderen – und welche Bedeutung für die Bibliothek des DHM heute? 

Die Veranstaltungsreihe „Objekt im Blick“ zur Ausstellung „Objekte. Geschichte. Geschichten. Blick in die Sammlung“ rückt insgesamt vier Objekte in den Fokus und folgt ihren Spuren. In der vierten Veranstaltung am 7. Oktober 2026 sprachen Matthias Miller, Leiter der Bibliothek und der Sammlung Handschriften – Alte und wertvolle Drucke, Ursula Rautenberg, Professorin (em.) für Buchwissenschaft an der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg, und Stefan Wild, Lokalhistoriker und 3. Bürgermeister der Marktgemeinde Ortenburg. Moderiert wurde der Abend von Julia Voss, wissenschaftliche Mitarbeiterin im Präsidium am DHM.

Objekt im Blick: Die Ortenburg-Bibel
87 Min.
Objekte. Geschichte. Geschichten.
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Das Foto zeigt das reich kolorierte Titelblatt der Ortenburg-Bibel von 1535

Titelblatt des ersten Bandes der Ortenburg-Bibel mit ausradiertem Gottesbild und ausradiertem Namen Martin Luthers, in: Biblia das ist die gantze heilige Schrifft Deudsch. – Augsburg: Heinrich Steiner, 1535 © DHM, RA 92/2968 -1, Bl. 1r

Auf dem Bild ist ein Kupferstich des Porträts von Joachim von Ortenburg zu sehen.

Porträtkupferstich von Joachim von Ortenburg im Alter von 46 Jahren, 1576, in: Camergerichts Bei- vnnd end vrthail. – Frankfurt/Main: Sigmund Feyerabend, 1572–1574 © DHM, RA 98/1651, Hinterspiegel

Die Abbildung zeigt handschriftlich notierte Stammbucheinträge

Stammbucheinträge von Freunden und Verwandten, in: Heubtartikel Christlicher Lere. – Wittenberg: Veit Kreutzer, 1558 © DHM, R 13/1471, Vorsatzblatt

Seite mit handschriftlichen Notizen am Rand von Joachim von Ortenburg

Bearbeitungs- und Lesespuren von Joachim von Ortenburg, in: Des Loblichen haus vnd furstenthumbs Obern vnd Nidern Bayren freiheyten. – München: Johann Weißenburger, 1514 © DHM, RA 17/755, Bl. [23]v

Das Bild zeigt eine Seite mit dem Wappenexlibris der Reichsgrafschaft Ortenburg

Wappenexlibris der Reichsgrafschaft Ortenburg, in: Pfaltzgraff Ludwigs Churfürstens etc. Resolution, o.O., 1579 © DHM, RA 16/1595, Vorderspiegel

Das Foto zeigt ein Blatt mit handschriftlichen Besitzeinträgen von Joachim von Ortenburg und Friedrich Casimir von Ortenburg

Besitzeinträge von Joachim von Ortenburg 1561 und Friedrich Casimir von Ortenburg 1635, in: Biblia das ist die gantze heilige Schrifft Deudsch. – Augsburg: Heinrich Steiner, 1535 © DHM, RA 92/2968 -1, Vorsatzblatt

Kolorierte Darstellung der Schöpfung und des Paradises mit ausradiertem Gottesbild

Darstellung der Schöpfung und des Paradises mit ausradiertem Gottesbild, in: Biblia das ist die gantze heilige Schrifft Deudsch. – Augsburg: Heinrich Steiner, 1535 © DHM, RA 92/2968 -1, Bl. 7v

Das Bild zeigt einen koloroerten Holzschnitt, auf dem ein roter Drache und eine gekrünte und geflügelte Gesalt zu sehen ist.

Kolorierter Holzschnitt zu Das Weib und der Drache (Offb 12), in: Biblia das ist die gantze heilige Schrifft Deudsch. – Augsburg: Heinrich Steiner, 1535 © DHM, RA 92/2968 -2, Bl. 143v

Auf dem kolorierten Titelblatt des zweiten Teils des Alten Testaments ist ein bärtiger Mann in Rüstung zu sehen.

Titelblatt zum 2. Teil des Alten Testaments, in: Biblia das ist die gantze heilige Schrifft Deudsch. – Augsburg: Heinrich Steiner, 1535 © DHM, RA 92/2968 -1, Bl. 1r

Podiumsansicht mit den Gesprächsteilnehmerinnen und der Moderatorin Julia Voss

Matthias Miller, Ursula Rautenberg, Stefan Wild und Julia Voss (v. l. n. r.) während der Veranstaltung am 7. Oktober 2026 im DHM. Foto © DHM, Jenny Jakubik

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Redaktion

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