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Krakau – Eine Reise in die deutsch-polnische Geschichte

Neuer Termin: voraussichtlich 22. - 25. September 2021

Im September 2021 laden wir Sie ein, mit uns Krakau und Umgebung zu besuchen. Viele der Spuren, die Deutsche dort hinterlassen haben, sind immer noch sehr deutlich: Sei es der berühmte Hochaltar von Veit Stoß, den die mächtigen deutschen Patrizier, Kaufleute und Handwerker, die im Spätmittelalter in Krakau lebten, für die Marienkirche stifteten. Oder das Konzentrationslager Auschwitz-Birkenau, in dem während des Zweiten Weltkrieges über 1 Millionen Menschen ermordet wurden. Unsere Reise führt uns zu Erinnerungsorten der deutsch-polnischen Geschichte mit ihren positiven wie negativen Seiten. Wir erhalten einen Eindruck von Land und Leuten und lernen Krakau wie Oberschlesien kennen.

Unsere viertägige Reise beginnt am Mittwoch, 22. September 2021. Wir fliegen mit Lufthansa ab Berlin über Frankfurt nach Krakau. Dort landen wir um die Mittagszeit und starten unsere Auseinandersetzung mit der deutsch-polnischen Geschichte mit einer Erkundung der Stadt. Entdecken Sie mit uns den Wawelberg – über 500 Jahre residierten dort die polnischen Könige – und spazieren Sie mit uns durch die wunderschöne Altstadt Krakaus, die schon seit 1978 zum Weltkulturerbe gehört.

Mitte des 14. Jahrhunderts regierte Kasimir der Große Polen, der für die Gründung der Krakauer Universität und seine Unterstützung der jüdischen Bevölkerung bekannt ist. Kasimir lud vertriebene Jüdinnen und Juden auf, sich in Polen und in Krakau niederzulassen, als diese wegen der grassierenden Pest aus vielen Orten in Mitteleuropa vertrieben wurden. Nach ihm ist das jüdische Stadtviertel Kazimierz benannt, das wir am Vormittag des zweiten Tages (Donnerstag,23. September 2021) anschauen. Im Anschluss fahren wir nach Oświęcim und besuchen das ehemalige Konzentrationslager Auschwitz-Birkenau mit einer etwa dreistündigen Führung.

Der dritte Reisetag (Freitag, 24. September 2021) führt uns nach Oberschlesien. Die Region hatte seit 1742 zu Preußen gehört. Nach dem Ersten Weltkrieg schlugen die Alliierten 1922 den östlichen Abschnitt einschließlich eines Großteils des Oberschlesischen Industriegebiets Polen zu. Die Stadt Gleiwitz (Gliwice) bleib bei Preußen. Eines der markantesten Gebäude der Stadt ist der 111 Meter hohe, hölzerne Funkturm des Radiosenders Gleiwitz. Am Abend des 31. August 1939 überfielen SS-Angehörige den Sender. Der vermeintliche Gewaltakt polnischer Aufständischer und Soldaten diente Adolf Hitler als Vorwand für den Überfall auf Polen. Die Wahrheit über die „Gleiwitzer Provokation“ kam erst im Zuge der Nürnberger Prozesse zutage. Wir besichtigen den Sender und das zugehörige Museum. Unsere zweite Station des Tages führt uns nach Kattowitz (Katowice). Anders als Gleiwitz gehörte die Stadt ab 1922 zu Polen. Der Ort hatte 1865 durch den preußischen König Wilhelm I. das Stadtrecht erhalten und entwickelte sich um 1900 zum Zentrum des deutsch-polnischen Industriegebiets. In Kattowitz besuchen wir die ehemalige Zeche Katowice, die nun das moderne Schlesische Museum mit seiner regionalgeschichtlichen Ausstellung beherbergt.

Seit dem Kinoerfolg von „Schindlers Liste“ ist die ehemalige Emaillewarenfabrik des deutschen Industriellen Oskar Schindler ein Anziehungspunkt für Touristinnen und Touristen aus aller Welt. 2010 wurde in den Gebäuden eine Zweigstelle des Stadtmuseums eröffnet. Bewusst stellt die Ausstellung die Geschichte von Oskar Schindler, der während des Zweiten Weltkriegs über 1000 Jüdinnen und Juden rettete, in den größeren Kontext. Die Dauerausstellung "Krakau unter der deutschen Besatzung 1939–1945" betrachtet das Schicksal der Jüdinnen und Juden im Krakauer Ghetto und im Krakauer Konzentrationslager Podgórze. Ein Besuch des Museums steht am letzten Reisetag (Samstag, 25. September 2021) auf dem Programm. Unser Rückflug verlässt Krakau gegen 19 Uhr. Wir erreichen Berlin-Tegel gegen 22:30 Uhr.

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