In deutscher Gesellschaft

Passagen-Werke ausländischer Filmemacher*innen 1962-1992

Ausgelöst wurde das Recherche-Interesse von Filmen, die Einzelfälle blieben: Werke von Regisseur*innen, die bislang kaum mit dem deutschen Filmschaffen assoziiert wurden, deren Filmografien andernorts weitergingen, die in Vergessenheit gerieten oder gänzlich unbekannt blieben. Die weitere Suche führte in die Archive von Fernsehredaktionen und Kinematheken, in die Produktionsgeschichte von Filmhochschulen und die Stipendiatenverzeichnisse des Deutschen Akademischen Austauschdienstes. Mithilfe der einzeln genannten Leihgeber*innen und Archivar*innen ist ein Programm entstanden, das vergessene oder bislang wenig beachtete Filme mit solchen zusammenbringt, die zwar eine Rezeptionsgeschichte haben, aber hier in einem neuen Licht erscheinen. Indem sich die Filmauswahl auf 1962 bis 1992 konzentriert, zitiert sie eine gängige Rahmung der jüngeren Geschichtsschreibung, um in ihr jedoch Erfahrungen von kultureller Heterogenisierung sichtbar zu machen, die beide deutschen Staaten von Anfang an geprägt haben und die schon früher filmisch reflektiert wurden, als es der bekannte Kanon nahelegt.

Die Dossiers sind zu Zusammenarbeit mit der Bundeszentrale für politische Bildung entstanden. 

Tilman Baumgärtel: Der Teufel der Vergleiche

Tobias Hering: Zu Gast

Ilka Brombach/Madeleine Bernstorff/Judith Früh: Learning and doing. Ausländische Student*innen an drei Filmschulen in Deutschland

Karina Griffith: Black Perspectives: Filme Schwarzer Filmemacher*innen in Deutscher Gesellschaft