Berlin.Dokument

Berlin.Dokument – unter diesem Titel präsentiert das Zeughauskino in chronologischer Folge monatlich ein Programm mit dokumentarischen Aufnahmen von Berlin. Die Programme erzählen mosaikartig eine Geschichte Berlins, wie sie in oft unbekannten, an den Rändern der kommerziellen Filmindustrie entstandenen Aufnahmen überliefert ist. So auch der im Kollektiv entstandene Film Allein machen sie dich ein von 1972, der die Diskussionen im und um das Georg-von-Rauch-Haus in Kreuzberg, eine der ersten Hausbesetzungen der Stadt, dokumentiert.

Ein Sonderprogramm zur Novemberrevolution 1918 weitet den Blick über die während der Revolutionstage aufgenommenen Wochenschaubilder hin zu den Wahlen zur Nationalversammlung vom 19. Januar 1919. Ein regierungsoffizieller Dokumentarfilm von 1931 stellt die Geschichte und Leistung der Republik heraus. In koordinaten (2018) bringt Juliane Henrich die Novemberrevolution mit der kolonialen Aufteilung der Welt in Verbindung. Die knapp einstündige dokumentarische Filmerzählung Matrosen in Berlin, die wir im Dezember zeigen, stellt die Rolle der Volksmarinedivision während der revolutionären Ereignisse von 1918/19 dar.

Berlin.Dokument entsteht in Zusammenarbeit mit dem Bundesarchiv-Filmarchiv und wird von Jeanpaul Goergen kuratiert.