Berlin.Dokument

Berlin.Dokument – unter diesem Titel präsentiert das Zeughauskino in chronologischer Folge monatlich ein Programm mit dokumentarischen Aufnahmen von Berlin. Die Programme erzählen mosaikartig eine Geschichte Berlins, wie sie in oft unbekannten, an den Rändern der kommerziellen Filmindustrie entstandenen Aufnahmen überliefert ist.

Im dritten Quartal 2019 widmet sich Berlin.Dokument städtebaulichen Entwicklungen der 1970er Jahre. Die Errichtung prestigeträchtiger Gebäude wie des Fernsehturms und des Palasts der Republik steht im Mittelpunkt eines Kurzfilmprogramms über Neubauten in Ost-Berlin. Im August und September beobachten zwei abendfüllende Dokumentarfilme Entwicklungen in der West-Berliner Siedlung Märkisches Viertel. Wir wollen Blumen und Märchen bauen porträtiert „Die Brücke“, einen Treffpunkt für Jugendliche und junge Erwachsene, Der gekaufte Traum das Leben von Günter und Irene Bruder, die mit ihren vier Kindern im Märkischen Viertel leben.

Im vierten Quartal 2019 zeigt Berlin.Dokument Filme über Lebenswege von Berlinerinnen und Berlinern. Aus Erinnerungsmaterialien wie Fotos, Briefen, Dokumenten und Erzählungen von Freunden und Bekannten rekonstruieren sie Lebensschicksale von Verstorbenen, wie in Nachrede auf Klara Heydebreck und Ein Leben. Es sind Normalbürger, die wie in Lebensdaten zu zentralen Ereignissen ihres Lebens befragt werden und freimütig Auskunft geben. Die Filme erzählen Alltagsgeschichten, wie sie Berlin tagtäglich schreibt. Sie reichen vom Kaiserreich bis in die Gegenwart der 1970er Jahre. Zusammen bilden sie ein generationenübergreifendes Panorama der Stadt und ihrer Bewohner.

Berlin.Dokument entsteht in Zusammenarbeit mit dem Bundesarchiv-Filmarchiv und wird von Jeanpaul Goergen kuratiert.