Ich denke wohl, dass ich zu Hause in meinem eigenen Bett liege und nicht zu zehnt auf dem Stroh auf drei Metern. Auf gar keinem Fall denke ich das. Ich habe alles gehört, was meine Eltern besprochen haben und ich bin sehr traurig. Am Morgen sind wir aufgestanden und holten Tassen und einen Topf hervor, damit wir den Kaffee sofort warm trinken konnten, wenn er gebracht wird. Der erste Freitag, an dem wir uns nicht auf Sabbath vorbereiten. Hier konnten wir keinen Herd bauen aus Ziegeln. Morgens konnte ich mich endlich überwinden, mich im Bach zu waschen. Der Entschluss fiel mir schwer, weil die Jungen und Mädchen sich zusammen wuschen, bis zur Hüfte. Was kann man sonst machen, ungewaschen zu sein geht ja auch nicht, ich ging halt hin. Egal wo ich mich drehte, überall standen Männer und Soldaten. 1, 2, 3 und das Kleid war schon unten und ich war auch fertig mit dem Waschen. Sehr unangenehm, aber Not kennt kein Gebot. Vormittag schien die Sonne ein bisschen, die Stimmung war besser oder wäre besser gewesen, wenn wir den langen Zug nicht gesehen hätten, der auf uns wartete. Ja, überall wurde gemunkelt, dass wir fortgehen. Ich sagte, ich glaube nicht den Gerüchten. Am Vormittag saß ich am Bach mit einem Mädchen und wir plauderten. Oh nein, bei einer Baracke erblicke ich den Detektiv, der im Gutshof die Juden quälte. Als wir den Gutshof verließen, freuten wir uns. Und jetzt sieh mal an, sie folgten uns hierhin. Mittag wurden alle Juden zusammengerufen und der Detektiv hielt eine lange Rede. Es wäre noch nicht zu spät zuzugeben, was und wo wir etwas versteckt hätten.