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Der Konzeption eines Deutschen Historischen Museums mit dieser Zielsetzung war eine hitzige kultur- und geschichtspolitische Debatte vorausgegangen. Über Sinn, Auftrag, Zweck und Chancen eines Museums für die deutsche Geschichte im internationalen Kontext gab es unterschiedlichste Auffassungen unter Fachgelehrten, Politikern und Medien.

1987, anlässlich der 750-Jahr-Feier Berlins, unterzeichneten der damalige Bundeskanzler Helmut Kohl und Berlins Regierender Bürgermeister Eberhard Diepgen das Gründungsdokument des Deutschen Historischen Museums. Die Grundsteinlegung erfolgte im Spreebogen – dem heutigen Standort des Bundeskanzleramts.

Am 3. Oktober 1990, im Zuge der deutschen Wiedervereinigung, übertrug die Bundesregierung dem noch jungen Deutschen Historischen Museum die Gebäude und Sammlungen des Museums für Deutsche Geschichte (MfdG), dem zentralen Geschichtsmuseum der Deutschen Demokratischen Republik, das im September 1990 geschlossen wurde. Damit wurde das Zeughaus von 1695, das älteste und prachtvollste Gebäude Unter den Linden, zum Sitz des Deutschen Historischen Museums.

2003 wurde die vom amerikanisch-chinesischen Architekten I.M. Pei konzipierte Ausstellungshalle eröffnet. Damit vergrößerte sich nicht nur die ursprüngliche Ausstellungsfläche des Deutschen Historischen Museums um ein Vielfaches, sondern zum barocken Zeughaus wurde eine beeindruckende moderne Ergänzung geschaffen. Hier präsentiert das Deutsche Historische Museum seine Wechselausstellungen.

2009 wurde das Deutsche Historische Museum, das bis dato eine GmbH des Bundes und des Landes Berlin gewesen war, in eine Stiftung des Bundes überführt. Die Stiftung Deutsches Historisches Museum ist zudem Träger der unselbstständigen Stiftung Flucht, Vertreibung, Versöhnung und Mitglied des Trägervereins des Alliierten-Museums e. V. sowie des Deutsch-Russischen Museums Berlin-Karlshorst.

Das Deutsche Historische Museum beschäftigt heute rund 220 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, davon circa 75 mit befristeten Arbeitsverträgen.