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Das Deutsche Historische Museum wurde 1987 anlässlich der 750-Jahr-Feier der Stadt Berlin von der damaligen Bundesrepublik Deutschland und dem Land Berlin gegründet. Im Rahmen des Vertrags zur deutschen Wiedervereinigung wurden die Gebäude und Sammlungen des Museums für Deutsche Geschichte (MfDG), das zentrale Geschichtsmuseum der DDR, in den Besitz des Deutschen Historischen Museums überführt. So wurde das Deutsche Historische Museum mit der Wiedervereinigung 1990 zu einem gesamtdeutschen Museum für Geschichte.

Neben den Erwerbungen des MfDG zählten auch die Militaria-Bestände des einstigen Königlich-Preußischen Zeughauses zu dieser Sammlung. Ergänzt durch die zahlreichen Neuerwerbungen seit 1987 umfasst die Sammlung des Deutschen Historischen Museums heute rund 900.000 Objekte. Einen großen Teil der Sammlung stellt das Deutsche Historische Museum der Forschung und interessierten Öffentlichkeit online in seiner Datenbank zur Verfügung.

Die Dauerausstellung im Zeughaus „Deutsche Geschichte vom Mittelalter bis zum Mauerfall“ mit mehr als 7.000 Objekten gibt einen einzigartigen Überblick über die deutsche Geschichte im internationalen Kontext. Die Wechselausstellungen des Museums sind im Pei-Bau zu sehen. Sie widmen sich prägenden historischen Ereignissen, Epochen und gesellschaftlichen Entwicklungen.

Durch Führungen und Geschichtswerkstätten wird in den Ausstellungen zielgruppengerecht ein breites Spektrum an weiterführenden Informationen vermittelt. Fachgelehrte sowie historisch Interessierte können zudem Veranstaltungen wie Vorträge, Podiumsgespräche oder Tagungen besuchen.

Das Zeughauskino mit seiner Sammlung historischen Filmmaterials zeigt thematisch und monographisch ausgerichtete Filmreihen aus dem gesamten Spektrum der deutschen und internationalen Filmgeschichte. Darunter sind Programme, die an die Themen der jeweiligen Wechselausstellungen anknüpfen. Darüber hinaus ist es Spielort zahlreicher Festivals und Filmtage.

Zum Deutschen Historischen Museum gehören auch eine öffentliche Präsenzbibliothek mit einer umfangreichen Abteilung für Handschriften sowie alten und wertvollen Drucken sowie das Bildarchiv mit rund 500.000 Abzügen zur deutschen und europäischen Geschichte, bedeutenden Nachlässen von Fotografen und Agenturen sowie den Dokumentationen der Sammlungen.

Das Lebendige Museum Online (LeMO), eine Kooperation mit dem Haus der Geschichte der Bundesrepublik Deutschland in Bonn und dem Bundesarchiv, ist ein lebendiges Museum. Es bietet wissenschaftlich fundierte Informationen sowie eine große Sammlung an Text- und Bildquellen zur europäischen Geschichte von 1815 bis zur Gegenwart an.

Satzung der Stiftung Deutsches Historisches Museum

AGBs und Ordnungen

Neuregelung zum Leihverkehr durch Kulturgutschutzrecht

§ 6 Abs. 2 des Kulturgutschutzgesetzes (KGSG) vom 31.07.2016 ermöglicht auch für Leihgaben eine zeitlich befristete Unterschutzstellung als nationales Kulturgut, wenn der Bestand der Kultureinrichtung, der diese Leihgaben zur Verfügung gestellt werden, als nationales Kulturgut nach § 6 Abs. 1 KGSG geschützt ist und der Leihgeber seine Zustimmung erteilt.

Die Stiftung Deutsches Historisches Museum gehört zu den Einrichtungen nach § 6 Abs. 1 KGSG. Wenn die jeweiligen Leihgeber zustimmen, gelten Ihre Leihgaben für die Dauer des Leihvertrages – wie unser Bestand – als nationales Kulturgut. Dies bedeutet, dass im Falle einer unrechtmäßigen Verbringung einer Leihgabe ins Ausland ein Rückgabeanspruch der Bundesrepublik Deutschland gegen einen EU-Mitgliedstaat nach § 69 KGSG und gegen einen Drittstaat nach § 70 KGSG besteht. Dieser kann unabhängig von einem evtl. zivilrechtlichen Herausgabeanspruch des Eigentümers geltend gemacht werden. Die Kosten eines Rückgabeverfahrens nach diesen Vorschriften müssen nicht vom Eigentümer getragen werden. Für die vorübergehende Ausfuhr einer Leihgabe in andere Länder des Binnenmarkts oder in Drittstaaten ist eine Ausfuhrgenehmigung erforderlich. Schließlich profitieren Leihgeber, die sich für diesen besonderen Schutz entscheiden, von der 75 jährigen Verjährungsfrist nach Artikel 8 der Richtlinie 2014/60/EU.

Die Zustimmung kann jederzeit widerrufen werden und endet mit Beendigung des Leihvertrages, ohne dass es einer gesonderten Erklärung bedarf. Für Rückfragen zu dieser Neuregelung stehen wir allen Leihgebern, die der Stiftung Leihgaben zur Verfügung gestellt haben, gerne zur Verfügung.