Zeughauskino Programmvorschau
April bis Juni 2019
Im zweiten Quartal 2019 finden im Zeughauskino die folgenden Retrospektiven
statt. Pressemitteilungen mit weiteren Angaben zu den Programmen werden ab
Anfang April 2019 folgen.
Aus dem Fernseharchiv
Regie: Uwe Frießner
2. bis 7. April 2019, 24. und 28. Mai 2019, 23. und 26. Juni 2019
Im zweiten Quartal 2019 versammelt die Reihe Aus dem Fernseharchiv neben drei
Fernsehproduktionen von Uwe Frießner auch zwei Kinofilme des Berliner
Filmemachers. Frießner errang schon mit seinem Erstling, dem Jugenddrama Das
Ende des Regenbogens, mit dem er 1979 sein Studium an der Deutschen Film- und
Fernsehakademie Berlin abschloss, Aufmerksamkeit und Auszeichnungen,
darunter den Deutschen Filmpreis. Jedoch konnte er danach nur noch einen
Kinofilm realisieren. Obwohl seine TV-Filme und -Serien meist ambitioniert waren
und zwei Adolf-Grimme-Preise erhielten, wurde er zu einem Beispiel dafür, wie ein
Regisseur und Drehbuchautor auch von der Fachöffentlichkeit immer weniger
wahrgenommen wird, wenn er ausschließlich für das Fernsehen arbeitet.
Ausführliche Angaben finden Sie auf unserer Homepage.
Umkämpfter Ort
Das Kino in der Weimarer Republik
5. bis 25. April 2019
Das Kino war in der Weimarer Republik auch ein Ort der Debatten und Konflikte:
ein Ort, an dem Vorstellungen von staatlicher Ordnung, von nationaler Identität
und Erinnerung, von Sexualität, Moral und Religion kontrovers verhandelt wurden.
Zensurmaßnahmen und Skandale begleiteten die Produktion und Vorführung
vieler Filme. Die Retrospektive Umkämpfter Ort stellt besonders aufschlussreiche
Fälle der Skandalisierung und des staatlichen Eingriffs vor. Sie begleitet die
Ausstellung Weimar: Vom Wesen und Wert der Demokratie, die am 3. April im
Deutschen Historischen Museum eröffnet wird.
Ausführliche Angaben zur Retrospektive finden Sie auf unserer Homepage.
Zeughauskino im
Deutschen Historischen Museum
(Zeughaus, Eingang Spreeseite)
Unter den Linden 2
10117 Berlin
Informationen Zeughauskino:
Jörg Frieß
T. +49 (30) 20304-420
friess@dhm.de
Kinokasse
T. +49 (30) 20304-770
Eintrittspreis: 5 €
Passionsgeschichten
Transformationen der Leidensgeschichte Jesu Christi
10. bis 21. April 2019
Seit der Erfindung des Films werden auch in diesem Medium das Leben und Leiden
Jesu Christi dargestellt. Frühe Jesus-Filme knüpfen an die Tradition der
Passionsspiele an und begründen eine lange, bis in die Gegenwart reichende
Ästhetik filmischer Darstellungen, für die – zwar in unterschiedlichem Maße, aber
letztendlich richtungsweisend – die biblischen Vorlagen entscheidend sind.
Daneben finden sich auch Transformationen der Passionsgeschichte. Die weithin
bekannten biblischen Figuren und Erzählungen tauchen dabei in stark veränderter
Form auf. Soziale, politische, sexuelle oder theologische Themen treten in den
Vordergrund. Die Reihe Passionsgeschichten. Transformationen des Leidenswegs
Jesu Christi veranschaulicht Bandbreite und Kreativität im filmischen Umgang mit
der Passionsgeschichte Christi.
Ausführliche Angaben zum Filmprogramm finden Sie auf unserer Homepage.
Krzysztof Zanussi
26. April bis 3. Mai 2019
Die Retrospektive des diesjährigen Polnischen Filmfestivals, filmPOLSKA, ist
einem der bedeutendsten polnischen Regisseure seiner Generation gewidmet.
Krzysztof Zanussi hat maßgeblich das „Kino der moralische Unruhe“ mitgeprägt
und dem Filmschaffen von unter anderem Krzysztof Kieślowski, Agnieszka Holland
und Barbara Sass den Weg bereitet. In diesem Jahr feiert der Grandseigneur des
polnischen und europäischen Kinos seinen achtzigsten Geburtstag. Bei der
Eröffnung unserer Werkschau mit sechs Spielfilmen, die zwischen Ende der 1960er
und Anfang der 1980er Jahre entstanden sind, wird Krzysztof Zanussi anwesend
sein.
Ausführliche Angaben zur Werkschau finden Sie auf unserer Homepage.
Der filmende Humanist
Retrospektive Wilhelm/William Dieterle
4. Mai bis 30. Juni 2019
„Was allen seinen Filmen gemein ist, das ist die unbedingte Ehrlichkeit der
Gesinnung und der künstlerischen Mittel. Er erzielt seine Wirkungen ausschließlich
durch die Verwandlung eines inneren Kampfes, eines Kampfes um eine ethische
Idee, in eine filmische Handlung. Was er durch die Leinwand auf den Zuschauer
überträgt, ist nicht leeres pathetisches Theater oder wohlfeile Sentimentalität,
sondern Gesinnung, Ethik, Humanismus.“ Mit diesen Worten würdigt im Oktober
1944 Lion Feuchtwanger die Bedeutung Wilhelm Dieterles. Die vom
Hauptstadtkulturfonds geförderte Retrospektive Der filmende Humanist stellt das
Œuvre des deutsch-amerikanischen Regisseurs und Schauspielers
Wilhelm/William Dieterle (1893-1972) zum ersten Mal umfassend in Deutschland
vor.
Bilder von drüben
17. Mai bis 29. Juni 2019
Auf der einen Seite: Arbeitslosigkeit, Drogensucht, alte und neue Nazis,
Prostitution, perspektivlose Jugendliche, falscher Schein von Wohlstand und
Prosperität, dahinter krasse soziale Gegensätze und viel Elend. Auf der anderen
Seite: Überwachung und Unterdrückung, Fanatiker, verfallene Städte, Straßen
und Fabriken, bescheidene Lebensverhältnisse, allgegenwärtige Angst und ein fin-
steres System, aus dem man flüchten möchte. Waren dies wirklich die
Versatzstücke, mit denen in der Spielfilmproduktion des geteilten Deutschlands
der Osten den Westen und der Westen den Osten zeigte? Die Retrospektive Bilder
von drüben hält Antworten bereit.
Ausführliche Angaben zur Filmreihe finden Sie auf unserer Homepage.