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Kuratorinnenführung durch die Ausstellung mit Julia Voss zum Thema: "Die documenta und der Nationalsozialismus"

Auf der ersten documenta 1955 in Kassel wurden viele Künstlerinnen und Künstler gezeigt, die von den Nationalsozialisten als „entartet“ verfemt worden waren. Der angebliche Bruch mit der NS-Kulturpolitik stieg zum Gründungsmythos der Kasseler Kunstausstellung auf. Allerdings gab es auch eine andere Seite: Von 21 Personen, die sich an Gründung und Organisation der documenta beteiligten, waren zehn zuvor Mitglied der NSDAP, SA oder SS gewesen. Die Führung wird die Widersprüchlichkeit der frühen documenta-Ausstellungen zum Thema haben. Beleuchtet wird insbesondere die Rolle des Kunsthistorikers Werner Haftmann, eines Gründungsvaters der documenta, der im Zweiten Weltkrieg als Partisanenjäger an Kriegsverbrechen beteiligt war.

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