Unterirdischer Atombunker für Regierung und Kanzler der Bundesrepublik Deutschland (Ausschnitt), © Martin Roemers

Die Ausstellung

Der Zweite Weltkrieg endete im April 1945 mit der Niederlage Deutschlands. Gesiegt hatten die Alliierten: USA, Sowjetunion, Großbritannien und Frankreich. Doch unterschiedliche Vorstellungen zwischen der Sowjetunion und den USA mündeten rasch in einen so ideologischen wie unüberbrückbaren Gegensatz.

Für diesen Ost-West Konflikt kam 1947 die Bezeichnung "Kalter Krieg" auf. Der geriet zwar in Europa bis zum Ende der Sowjetunion im Jahre 1991 nicht zum "heißen", also zu einem mit Waffengewalt ausgetragenen Krieg. Aber der Kampf zwischen der östlichen und der westlichen Supermacht und deren Bündnispartnern auf beiden Seiten des "Eisernen Vorhangs" durchdrang alle politischen, wirtschaftlichen und kulturellen Entwicklungen.

Was ist von dieser Epoche geblieben? Martin Roemers hat in seinen Fotografien die Spuren des Kalten Krieges in zehn europäischen Ländern aufgenommen. Die "Relics of the Cold War", entstanden zwischen 1998 und 2009, führen die Betrachter zu verlassenen Armeestützpunkten und Bunkeranlagen, aber auch zu technischen Installationen, Überwachungs- und Gedenkorten. Die Ausstellung präsentiert diese "Relikte des Kalten Krieges" in ihrer Vielfalt – und ordnet zugleich die Fotografien in ihren historischen Zusammenhang ein.

Erfahren Sie in Videointerviews mit Martin Roemers und Prof. Dr. Bernd Greiner mehr über die präsentierten Arbeiten und ihren historischen Kontext:

Martin Roemers spricht über sein Fotoprojekt Relikte des Kalten Krieges

Aufnahme und Interview: Joost van Poppel, Rotterdam
Schnitt und Produktion: Mirko Kubein
12:30 min

Über den Kalten Krieg

Bernd Greiner, Leiter Berliner Kolleg Kalter Krieg
Interview: Cosima Götz und Dr. Bernd Ulrich, Berlin
Video: Mirko Kubein
8:17 min