In den Filmwerkstätten des Deutschen Historischen Museums

Filmwerkstätten

Dauerausstellung

Film aus dem Giftschrank – "Hitlerjunge Quex" und der Spielfilm im Nationalsozialismus

Der im Berliner Arbeitermilieu der letzten Jahren der Weimarer Republik angesiedelte Film erzählt die Geschichte des jungen Lehrlings Heini, der sich gegen den Willen seines Vaters für eine Mitgliedschaft in der Hitlerjugend entscheidet. "Hitlerjunge Quex" (D 1933) wirbt für das neue Regime, indem er die sozialen Probleme der Weimarer Republik mit dem Ideal der nationalsozialistischen Volksgemeinschaft kontrastiert. Das Deutsche Historische Museum bietet diese Filmwerkstatt in Zusammenarbeit mit dem Bundesarchiv-Filmarchiv und der Friedrich-Wilhelm-Murnau-Stiftung an, um Schülerinnen und Schüler mit dem Themenfeld nationalsozialistischer Propaganda zu konfrontieren und ihren kritischen Blick im Umgang mit audiovisuellen Quellen zu schärfen. Dabei spielt die Frage nach einem verantwortungsbewussten Umgang mit dem Erbe des Nationalsozialismus eine wesentliche Rolle.

Themen der Arbeitsgruppen

  • Die Entwicklung des Helden – aus Heini wird Quex
  • Umfeld des Helden. Feinde und Freunde
  • Konflikt und Konfliktlösung
  • Gefühle und ihre Inszenierung
  • Ordnung und ihre Inszenierung
  • Geschichtsbilder

Jahrgangsstufen 11–13
360 Minuten
5 € pro Schüler

Der Nationalsozialismus im Film. Claude Lanzmanns "Shoah"

Der Film "Shoah" des französischen Regisseurs Claude Lanzmann aus dem Jahr 1985 verbindet Dokumentation und Inszenierung. „Shoah“ arbeitet mit Interviews und Kameraaufnahmen der Tatorte. Der Film trug wesentlich dazu bei, dass Zeitzeugenberichte in der Geschichtswissenschaft verstärkt als Quelle herangezogen sowie kritisch diskutiert werden. Die Filmwerkstatt zeigt einen circa 80 Minuten langen Ausschnitt des Films "Shoah", der die Charakteristika des insgesamt neunstündigen Films und die Bandbreite seiner filmischen Mittel verdeutlicht.

Themen der Arbeitsgruppen

  • Multiperspektivität im Film
  • "Das Unsichtbare sichtbar machen ..." – Orte und Landschaften
  • "Was heißt Wirklichkeit abbilden?" – Bilder und Motive
  • Überlebende
  • Täterinnen und Täter
  • Zuschauerinnen und Zuschauer

Jahrgangsstufen 11–13
300 Minuten
5 € pro Schüler

Berlin im Film der DDR – "Berlin – Ecke Schönhauser"

Am Beispiel des DEFA-Klassikers "Berlin – Ecke Schönhauser" (DDR 1957, Regie: Gerhard Klein) problematisiert die Filmwerkstatt das Spannungsverhältnis zwischen DDR-Staatsapparat, Propaganda und Alltagsleben im Berlin der 1950er Jahre. Der Film porträtiert Jugendkultur als Gegenbewegung zu staatlich diktierten Vorbildern und Verhaltensweisen. Die Schülerinnen und Schüler untersuchen anhand verschiedener Filmsequenzen zentrale Aspekte filmischer Erzähl- und Wirkungsweisen. Sie setzen sich mit Exponaten auseinander, um die kontextuellen Bezüge zwischen Film und DDR-Geschichte im Museum vor allem zu den Themenfeldern Jugendkulturen, staatliche Organisationen sowie Selbstdarstellung und Ideologie herauszuarbeiten.

Themen der Arbeitsgruppen

  • Die Entwicklung der Hauptfigur Dieter
  • Dieters Freunde
  • Die unterschiedlichen Gruppen im Film
  • Die Stadt und ihre Inszenierung
  • Die Inszenierung der sozialistischen Gesellschaft
  • Die Konflikte und ihre Lösung

Jahrgangsstufen 10–13
360 Minuten
5 € pro Schüler