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Ab Freitag, dem 1. Februar 2019 widmet das Deutsche Historische Museum dem 
Fotografen Stefan Moses die Ausstellung „Das exotische Land. Fotoreportagen 
von Stefan Moses“. Anhand von rund 200 Fotografien sowie Zeitschriften und 
Büchern zeichnet die Werkschau auf 500 Quadratmetern Moses‘ Weg vom 
umtriebigen Fotoreporter zu einem der wichtigsten Porträtfotografen und 
Chronisten der Bundesrepublik nach.  
Stefan Moses (1928-2018) zählt zu den großen Fotografen der Bundesrepublik. 
Seine Aufnahmen von Angehörigen verschiedenster Berufsgruppen – stets im 
Freien vor einem grauen Tuch entstanden – machten ihn Anfang der 1960er Jahre 
zu einem der gefragtesten Porträtfotografen Deutschlands. Weniger bekannt ist 
dagegen sein Frühwerk: Fotoreportagen, für die Moses seit 1950, meist im Auftrag 
illustrierter Zeitschriften des Münchner Kindler-Verlages, durch Deutschland, 
Europa und Übersee reiste. 1960 wechselte Moses zur führenden deutschen 
Illustrierten stern, die für ihre aufwendigen Fotoreportagen die besten Fotografen 
Deutschlands engagierte. Stefan Moses reiste für das Magazin unter anderem 
nach Israel, Großbritannien und Chile. Immer wieder aber berichtete er mit

großem soziologischem Gespür und einer unverkennbaren fotografischen 
Handschrift auch aus dem „exotischen“ Land Deutschland – einem Land, das sich 
nach Terror und Krieg mit Wiederaufbau und Wirtschaftswunder neu erfinden 
wollte. 
Anlässlich seines ersten Todestags am 3. Februar 2019 zeigt die Ausstellung 
erstmals frühe und heute weitgehend unbekannte Fotoreportagen und Bildessays 
aus dem Nachlass Moses‘ neben einer Auswahl aus seinen berühmten 
Porträtserien „Deutsche“ und „Emigranten“ aus der Sammlung des Deutschen 
Historischen Museums. Politische Momentaufnahmen, gesellschaftliche 
Beobachtungen und humorvolle Alltagsimpressionen verdichten sich dabei zu 
einem Porträt der jüngeren deutschen und internationalen Zeitgeschichte. 
Gemeinsam ist ihnen Moses‘ ironisch-distanzierter, aber nie denunzierender Blick 
auf die Menschen und die gesellschaftlichen Verhältnisse. Deutschland und die 
Deutschen blieben dabei bis zuletzt sein Lebensthema. „Für mich ist Deutschland 
genau so exotisch wie Afghanistan oder Paraguay, überall unerforschte Gebiete“, 
begründete Stefan Moses einmal seine Jahrzehnte andauernden fotografischen 
Erkundungen. 
Informationen zum Begleitprogramm stehen auf der DHM-Website bereit.