Noch bis Sonntag im DHM
„Das exotische Land. Fotoreportagen von Stefan Moses“
Noch bis Sonntag, den ͭͮ. Mai ͮͬͭ͵ ist
die Ausstellung „Das exotische Land.
Fotoreportagen von Stefan Moses“ im
Deutschen Historischen Museum zu
sehen. Anhand von rund ͮͬͬ Fotografien
sowie Zeitschriften und Büchern
zeichnet die Werkschau auf ͱͬͬ
Quadratmetern Stefan Moses‘ Weg vom
umtriebigen Fotoreporter zu einem der
wichtigsten Porträtfotografen und
Chronisten der Bundesrepublik nach.
Stefan Moses (ͭ͵ͮʹ‐ͮͬͭʹ) zählt zu den
großen Fotografen der Bundesrepublik.
Seine Aufnahmen von Angehörigen
verschiedenster Berufsgruppen – stets
im Freien vor einem grauen Tuch
entstanden – machten ihn Anfang der ͭ͵Ͳͬer Jahre zu einem der gefragtesten
Porträtfotografen Deutschlands. Weniger bekannt ist dagegen sein Frühwerk:
Fotoreportagen, für die Moses seit ͭ͵ͱͬ, meist im Auftrag illustrierter Zeitschriften
des Münchner Kindler‐Verlages, durch Deutschland, Europa und Übersee reiste.
ͭ͵Ͳͬ wechselte Moses zur führenden deutschen Illustrierten stern, die für ihre
aufwendigen Fotoreportagen die besten Fotografen Deutschlands engagierte.
Stefan Moses reiste für das Magazin unter anderem nach Israel, Großbritannien
und Chile. Immer wieder aber berichtete er mit großem soziologischem Gespür
und einer unverkennbaren fotografischen Handschrift auch aus dem „exotischen“
Land Deutschland – einem Land, das sich nach Terror und Krieg mit Wiederaufbau
und Wirtschaftswunder neu erfinden wollte.
Die Ausstellung zeigt erstmals frühe und heute weitgehend unbekannte Foto‐
reportagen und Bildessays aus dem Nachlass Moses‘ neben einer Auswahl aus
seinen berühmten Porträtserien „Deutsche“ und „Emigranten“ aus der Sammlung
des Deutschen Historischen Museums. Politische Momentaufnahmen,
gesellschaftliche Beobachtungen und humorvolle Alltagsimpressionen verdichten
sich dabei zu einem Porträt der jüngeren deutschen und internationalen
Zeitgeschichte. Gemeinsam ist ihnen Moses‘ ironisch‐distanzierter, aber nie
denunzierender Blick auf die Menschen und die gesellschaftlichen Verhältnisse.
Deutschland und die Deutschen blieben dabei bis zuletzt sein Lebensthema.
„Für mich ist Deutschland genau so exotisch wie Afghanistan oder Paraguay, überall unerforschte Gebiete“, begründete Stefan Moses einmal seine Jahrzehnte
andauernden fotografischen Erkundungen.
Die Veranstaltungen des Begleitprogramms können auf dem DHM‐Soundcloud‐
Kanal unter https://soundcloud.com/dhmberlin nachgehört werden.
Öffentliche Führungen
Di, ͳ.ͱ. um ͭͰ Uhr
Sa, ͭͭ.ͱ. um ͭͮ Uhr