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Die Aufgabengebiete in der Papierrestaurierung folgen dem breitgefächerten Sammlungsbestand aus Grafiken, Fotografien, Dokumenten sowie Alltagsgegenständen bis hin zu technischem Kulturgut. Dies kann ein Kunstwerk aus Papier sein, eine Grafik, eine Spielzeugschachtel, eine Urkunde mit Siegeln, ein Geldschein, eine historische Karte oder auch ein Transparent von einer politischen Demonstration.

Die Konservierung, d.h. die das Objekt rein erhaltenden Maßnahmen, und auch die darüber hinausgehenden Schritte einer Restaurierung, die zumeist ästhetische Aspekte mit einschließt, ziehen eine große Bandbreite von Entscheidungen nach sich. Die Gebrauchsspuren auf einem Brief z.B. gehören zu seiner Geschichte, die Flecken auf einer Grafik können jedoch – das künstlerische Werk betrachtend – störend wirken. Die Forschung der letzten Jahre lernt die Objekte aus Papier und ihre Degradierungsprozesse besser verstehen, sodass durch die Weiterentwicklung und Verfeinerung oft traditioneller Restaurierungsmethoden und Materialien schonendere und effizientere Arbeitsmethoden möglich werden.

Papier als Material ist nahezu in jeder Ausstellung vertreten – sei es als Foto, als Dokument, als Grafik u.v.m. Die Präsentationstechnik von Papierobjekten in Ausstellungen verdient dabei besonderes Augenmerk und wird im Fachbereich immer weiterentwickelt. Sie beinhaltet zum Teil komplizierte Montagen, um zu bestmöglichen ästhetischen Ergebnissen zu kommen.

Die umfangreichen Fotosammlungen des Deutschen Historischen Museums werden durch die Papierrestaurierung mitbetreut.