Das Militärgericht gegen Djamila Boupacha 1960/61
Verhandlungen. Kolonialismus und Nationalsozialismus vor Gericht

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- Pei-Bau
- Erwachsene
- Eintritt frei
Wegen eines geplanten Bombenanschlags wurde der 22-jährigen Djamila Boupacha vor einem französischen Militärgericht in Algerien der Prozess gemacht. Als bekannt wurde, dass ihr Geständnis durch Folter und sexuelle Gewalt erzwungen worden war, löste dies einen medialen Skandal aus, der zur Verlegung des Prozesses nach Frankreich und zu einer breiten Solidarisierung führte. Mit welchen Argumenten geriet dabei das französische Kolonialregime unter Anklage? Welche Bezüge wurden zu nationalsozialistischen Gewaltverbrechen hergestellt? Und welchen Nachhall fanden diese Auseinandersetzungen in der algerischen und französischen Gesellschaft?
Mit Raphaëlle Branche, Stephan Malinowski u.a.
Moderiert von Claus Leggewie
Verhandlungen. Kolonialismus und Nationalsozialismus vor Gericht
Die USA gegen Otto Ohlendorf u.a. (1947/48), das Militärgericht gegen Djamila Boupacha (1960/61), die Staatsanwaltschaft gegen Klaus Barbie (1987), Mutua u.a. gegen Großbritannien (2012): Vier Prozesse, in denen es um koloniale und nationalsozialistische Gewalt ging – und im Gerichtssaal selbst oder in den begleitenden Debatten auch um deren Vergleich. Was wurde angeklagt, wie wurde verteidigt? Welche gesellschaftlichen und geschichtspolitischen Auseinandersetzungen der 1940er, 1960er, 1980er und 2010er Jahre wurden hier mitverhandelt?