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Mit der Eröffnung der preußischen Ruhmeshalle im Zeughaus begann 1883 die museale (Vor-)Geschichte des Deutschen Historischen Museums (DHM) und seiner Sammlungen. Bis zum Ende des Zweiten Weltkrieges blieben im Zeughausmuseum Krieg und Militär die einzigen Bezugspunkte für die Entwicklung der Sammlungen. Das Museum für Deutsche Geschichte der DDR (MfDG) verfolgte ab 1952 eine neue, staatsideologische Sammelstrategie: Gesucht wurden „Sachzeugen“ zur historischen Untermauerung des Machtanspruches der SED und der sozialistischen Gesellschaftsordnung auf der Grundlage einer marxistisch-leninistischen Geschichtsauffassung.

Mitte der 1980er Jahre initiierte Bundeskanzler Helmut Kohl die Gründung des DHM mit einer großen Dauerausstellung in Berlin, für die ab 1986 Mitarbeiter*innen in Charlottenburg provisorisch mit dem Erwerben von historischen Objekten begannen. Das Ende der DDR und der deutschen Teilung veränderte auch das Gefüge des DHM: Ursprünglich ohne Sammlung geplant, erhielt es nun Liegenschaften und Objektbestände des MfDG und damit eine reiche Sammlung von ca. 500.000 Objekten.

Die skizzierten Entwicklungsphasen zeigen sich bis heute in den Strukturen unserer Sammlungen. Während die Sammlungen Waffen und militärisches Gerät (Militaria I), Effekten und Ehrenzeichen (Militaria II), Handschriften und Alte Drucke sowie die Bibliothek noch Spuren aus dem Zeughaus zeigen, sind die Dokumentensammlung und die Sammlungen zur Alltagskultur stark von DDR-Beständen geprägt. 

Heute bestehen dreizehn eigenständige Sammlungen. Zur Abteilung Sammlungen gehören drei weitere Bereiche, die die Arbeitsabläufe in der Praxis, die „Biografien“ unserer Museumsobjekte und die Geschichte des Hauses strukturieren, untersuchen und bewahren: der Fachbereich Zentrale Dokumentation, der Fachbereich Provenienzforschung und das Hausarchiv. Ausrichtung und Aufgaben der Abteilung Sammlungen des DHM insgesamt wie auch der einzelnen Sammlungen sind in einem hier einzusehenden Sammlungskonzept hinterlegt.