

Umstrittene Verwandtschaft
Koloniale und nationalsozialistische Gewalt
Pei-Bau, Untergeschoss
Was verbindet koloniale und nationalsozialistische Gewalt? Worin unterscheiden sie sich? Und warum ist die mögliche Verwandtschaft beider Gewaltregime bis heute umstritten? Seit den 1930er Jahren wurden diese Fragen immer wieder gestellt: von antikolonialen Denkern, Publizisten, Politikerinnen, Historikern und Überlebenden des Holocaust. Die Ausstellung „Umstrittene Verwandtschaft. Koloniale und nationalsozialistische Gewalt“ widmet sich somit einer Gegenüberstellung, die eine beinahe hundertjährige Geschichte hat und weit über die Geschichtswissenschaft hinausgeht. Als weltweit erste Ausstellung zu diesem Thema führt sie die Debatte um Ähnlichkeiten, Unterschiede und Gleichsetzung auf ihre historischen Ursprünge zurück. Damit möchte das DHM zu einer differenzierten Auseinandersetzung beitragen und es dem Publikum ermöglichen, die Vergleiche auf Basis historischer Fakten selbst zu beurteilen.
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Publikation
Umstrittene Verwandtschaft
Historische Grundlagen der Debatte zur „Verwandtschaft” von kolonialer und nationalsozialistischer Gewalt
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![Cover des fünften Hefts des Magazins des Deutschen Historischen Museums.]()
Publikation
Historische Urteilskraft 05. Magazin des Deutschen Historischen Museums
Das fünfte Heft der „Historischen Urteilskraft” befasst sich mit kolonialem und antikolonialem Denken in der deutschen Geschichte. Es fragt, wie sich Kant, Herder und Hegel zum Kolonialismus positioniert haben, und stellt zeitgenössische Kritiker der deutschen Kolonien vor. Zudem geht es um kolonialistische Bewegungen im Nationalsozialismus und um die Kolonialismuskritik in dieser Zeit, um den Antikolonialismus in der DDR und die kritischen Stimmen in der Bundesrepublik vor 1989.
Gefördert von
Bild: Rodung durch Grasbrand am Tendaguru in Deutsch-Ostafrika während einer deutschen Forschungsexpedition, 1909–1913, Fotograf: Edwin Hennig oder Werner Janensch, Berlin, Archiv Museum für Naturkunde, K 002, 414.



