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Der Rundgang durch ausgewählte Ausstellungsräume präsentiert seltene Objekte aus der Sammlung, die die Geschichte von deutscher Teilung, Flucht und Gewalt veranschaulichen. Er spannt den Bogen von der Flucht einer Familie ins reformierte Exil während der konfessionellen Spaltung des Heiligen Römischen Reiches bis hin zu einem Grenzstein einer nach 1914 geteilten Stadt an der deutsch-niederländischen Grenze. So werden innerdeutsche Flucht- und Grenzerfahrungen bereits vor der bekannten Teilung Deutschlands im Kalten Krieg beleuchtet. Den Höhepunkt der Führung bildet das originale Tagebuch des Studenten Peter Rutzen aus dem Jahr 1963. Anhand von Stadtplänen, Zeitungen und Zeitzeugenaussagen wird der gefährliche Versuch nachvollziehbar, unter der Bernauer Straße einen Fluchttunnel zu graben. Doch die Mühe war vergeblich: Noch bevor jemand durch den Tunnel fliehen konnte, wurde er an die Stasi verraten. In Ost-Berlin kam es daraufhin zu zahlreichen Verhaftungen.

Die Anmeldung erfolgt vor Ort an der Kasse.