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Geschichtswissenschaftliche Forschung schuf die Grundlage für diesen Prozess ehemaliger kenianischer Internierter und Folteropfer gegen das Außenministerium des Vereinigten Königreichs. Darin rückte neben dem brutalen Kolonialregime auch die Verstrickung der obersten britischen Regierungsebenen in die Vertuschung der Verbrechen in den Fokus. Der Prozess machte damit neben der Gewaltgeschichte auch die Fortdauer kolonialer Machtasymmetrien sichtbar. Welche Folgen hatte dies für die gesellschaftliche Auseinandersetzung mit historischer Verantwortung und ihren notwendigen Voraussetzungen?

Mit Caroline Elkins, Claus Kreß u.a.

Moderiert von Claus Leggewie

Verhandlungen. Kolonialismus und Nationalsozialismus vor Gericht

Die USA gegen Otto Ohlendorf u.a. (1947/48), das Militärgericht gegen Djamila Boupacha (1960/61), die Staatsanwaltschaft gegen Klaus Barbie (1987), Mutua u.a. gegen Großbritannien (2012): Vier Prozesse, in denen es um koloniale und nationalsozialistische Gewalt ging – und im Gerichtssaal selbst oder in den begleitenden Debatten auch um deren Vergleich. Was wurde angeklagt, wie wurde verteidigt? Welche gesellschaftlichen und geschichtspolitischen Auseinandersetzungen der 1940er, 1960er, 1980er und 2010er Jahre wurden hier mitverhandelt?

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