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Gerhard Schröder – Kanzler der Künstler

 

Kein Kanzler hat sich so intensiv mit zeitgenössischer Kunst auseinandergesetzt wie Gerhard Schröder. Vor allem pflegte er die Freundschaft zu Künstlern, die dem Geist der Avantgarde entstammen und sich daher als kritisch und oppositionell begreifen oder als Bohemiens geben. Die starken Gesten eines Markus Lüpertz oder Georg Baselitz verstand Schröder sehr gut für die Darstellung seiner eigenen politischen Rolle einzusetzen. Immer wieder überraschte er mit provokanten und rätselhaften Inszenierungen, die sein Image aufwerteten. Die Künstler wussten das zu schätzen. Erst recht begrüßten sie seine kulturpolitischen Maßnahmen. Jörg Immendorff rühmte Gerhard Schröder sogar als »ersten Kanzler, der die zeitgenössische Kunst als wesentlichen Teil des deutschen Selbstverständnisses erkannt und gefördert hat«.

Gerhard Schröder in seinem Büro im Kanzleramt vor dem Baselitz-Gemälde »Fingermalerei III - Adler«
Gerhard Schröder in seinem Büro im Kanzleramt vor dem Baselitz-Gemälde »Fingermalerei III - Adler«

Foto: Werner Bartsch
© Werner Bartsch, Hamburg
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