Direkt zum Seiteninhalt springen

Am Donnerstag, den 12. November 2026 lädt das Deutsche Historische Museum zum 8. Internationalen Symposium der Reihe Historische Urteilskraft in den Pei-Bau ein.  Das Verhältnis zwischen Deutschland, Russland und den USA befindet sich in einem fundamentalen Umbruch. Bisher geltende Allianzen und Beziehungen sind in Frage gestellt. Das Deutsche Historische Museum und Karl Schlögel nehmen mit der diesjährigen Ausgabe die historischen Beziehungen zwischen den drei Ländern in den Blick – nicht in Form einer enzyklopädischen Übersicht oder abschließenden Bilanz, sondern als geschichtswissenschaftliche Sondierung entlang charakteristischer Situationen, in denen die ganze Komplexität dieser über Generationen sich aufbauenden Dreiecksbeziehung aufscheint.

Mit dabei sind: Kate A. Baldwin, György Dalos, Alexander Etkind, Hope M. Harrison, Anne Hartmann, Eleanor Jones Harvey, Tae-Yeoun Keum, Oliver Lubrich, Daniel Morat, Hans-Peter Müller, Jan-Werner Müller, Lawrence A. Scaff, Karl Schlögel, Julia Voss, Odd Arne Westad und Katherine Zubovich.

Donnerstag, 12. November 2026, 9 bis 19 Uhr
Deutschland – Russland – USA
8. Internationales Symposium in der Reihe Historische Urteilskraft

Veranstaltungsort: Pei-Bau des Deutschen Historischen Museums
Konferenzsprachen: Deutsch und Englisch, mit Simultanübersetzung
Teilnahme: kostenfrei
Anmeldung bis 1.11.2026 unter: www.dhm.de/historischeurteilskraft/anmeldung

Das Symposium wird aufgezeichnet und später auf dem YouTube-Kanal des DHM und im DHM Journal zur Verfügung gestellt.

PROGRAMM

9 – 9.30 Uhr
Anmeldung

9.30 – 9.45 Uhr
Einführung 

Begrüßung
Raphael Gross

Deutsch-russisch-amerikanische Szenen
Karl Schlögel

10.30 – 12 Uhr
Auswanderungen und Fluchten

Heimat – ein Traum. Russlanddeutsche und ihre Auswanderung in die USA
György Dalos, Sächsische Akademie der Künste

Glanz und Elend des Exils. Deutsche Emigranten am Pazifik und an der Moskwa
Anne Hartmann, Ruhr-Universität Bochum

Moderation: N.N.

12 – 13.30 Uhr
Mittagspause

13.30 – 14.30 Uhr
Steine, Mauern, Blöcke

Auf Stein gebaut. Neoklassizistische Fassaden in Washington, Moskau und Berlin
Katherine Zubovich, University at Buffalo

Drei Vignetten aus dem Kalten Krieg
Hope Harrison, The George Washington University

Moderation: Julia Voss, Deutsches Historisches Museum

14.30 – 15.30 Uhr
Der Blick der Soziologen 

Zeitgemäße Betrachtungen. Max Weber zwischen Amerika und Russland
Lawrence Scaff, Wayne State University

„Nachgedanken“. Anmerkungen zu W.E.B. Du Bois‘ historischer Urteilskraft
Kate Baldwin, Tulane University

Moderation: Hans-Peter Müller, Humboldt-Universität zu Berlin

15.30 – 16 Uhr
Kaffeepause

16 – 17 Uhr
Alexander von Humboldt beim Zaren und beim Präsidenten

Verdecktes Schreiben. Alexander von Humboldt in Russland
Oliver Lubrich, Universität Bern

Humboldt und Jefferson: Eine Begegnung, 1804
Eleanor Jones Harvey, Smithsonian American Art Museum

Moderation: Daniel Morat, Deutsches Historisches Museum
 
17 – 17.45 Uhr
Russland und USA als „Großraum“ à la Carl Schmitt

Im Gespräch
Alexander Etkind, Central European University & Jan-Werner Müller, Princeton University

Moderation: Tae-Yeoun Keum, UC Santa Barbara/ Wissenschaftskolleg zu Berlin

17.45 – 18.15 Uhr
Eine neue europäische Ordnung? 

Deutschland, Russland und die USA nach dem Ukrainekrieg
Odd Arne Westad, Yale University

Moderation: Karl Schlögel

18.15 Uhr
Abschlusskommentar
Raphael Gross & Karl Schlögel

Die Veranstaltungsreihe „Historische Urteilskraft“ wird gefördert von Dr. Christiane und Dr. Nicolaus Weickart.

Begleitend erscheint die achte Ausgabe des Magazins „Historische Urteilskraft” mit dem korrespondierenden Titelthema „Deutschland – Russland – USA”. Das Magazin enthält die Beiträge des Symposiums sowie weitere Texte von u.a. Francesca Melandri und Willi Winkler sowie ein Gespräch zwischen Claus Leggewie und Stephan Malinowski.

Herausgegeben von: Stiftung Deutsches Historisches Museum
Berlin 2026, 104 Seiten
ISBN 978-3-86102-238-1
16€, erhältlich ab November 2026

Für Interview- und Drehanfragen sowie Rezensionsexemplare des Magazins wenden Sie sich bitte an die Pressestelle: presse@dhm.de und 030/20 304 410