Exporte von Kulturgut der DDR ins westliche Ausland
Eine Studie zum Netzwerk der Handelsvertreter der Kunst- und Antiquitäten GmbH (KuA)

Seit Juni 2024 wird in Kooperation mit dem Deutschen Zentrum Kulturgutverluste das Netzwerk der Handelsvertreter der Kunst und Antiquitäten GmbH (KuA) in einem Grundlagenprojekt erforscht.
Die 1973 gegründete Kunst und Antiquitäten GmbH (KuA) hatte die Aufgabe, Kunstwerke und Gebrauchtwaren aus der DDR gegen Devisen ins Ausland zu verkaufen. Trotz des Eisernen Vorhangs gelang es der KuA, einen kontinuierlichen Export von Kunstgegenständen und Antiquitäten auf den Kunstmärkten im Westen zu etablieren. Eine zentrale Rolle spielten dabei offensichtlich westliche Handelsvertreter, die im Auftrag der KuA, jedoch unter eigenem Namen auftraten und die Objekte u.a. an Museen in der Bundesrepublik oder an Firmenkunden und Privatpersonen weltweit veräußerten.
In Rahmen der Veranstaltungsreihe „Kolloquium Provenienzforschung“ des Deutschen Zentrum Kulturgutverluste hat Janine Kersten, die als wissenschaftliche Mitarbeiterin am Deutschen Historischen Museum das Projekt durchführt, Einblicke in die Arbeits- und Funktionsweisen der Handelsvertreter gegeben. Der Vortrag vom 23. März 2026 ist online abrufbar.