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Diese Kokarde (frz. coquarde) ist ein politisches Abzeichen der Französischen Revolution. Ihre Farben Blau und Rot beziehen sich auf das Stadtwappen von Paris; das dazwischen gesetzte Weiß der Bourbonen verband die revolutionäre Bewegung 1789 zunächst noch mit der konstitutionellen Monarchie. Aus dieser Trikolore gingen später die französischen Nationalfarben hervor. Das Tragen der Kokarde wurde zu einem sichtbaren Bekenntnis zu Freiheit, Nation und Volkssouveränität.

Seit 1792, mit der Abschaffung der Monarchie und der Ausrufung der Republik, gewann auch die sogenannte phrygische Mütze als Freiheitszeichen an Bedeutung. In der folgenden Phase der Revolution, der sogenannten Terreur (1793–1794), dominierten die Jakobiner die Politik. In ihrem Namen wurden tatsächliche und vermeintliche „Feinde der Revolution“ durch Revolutionsgerichte verfolgt und tausendfach hingerichtet. Die Kokarde wurde in dieser Zeit für Männer verpflichtend und zu einem Symbol politischer Loyalität.

Nach dem Sturz der jakobinischen Regierung 1794 folgte die Direktorialzeit (1795–1799), eine bürgerlich-republikanische Regierung, die konservativer und besitzorientierter war. Mit dem Staatsstreich Napoleons 1799 endete die Revolution – und die Aufklärungsideale von Freiheit und Gleichheit traten in den Hintergrund militärischer Machtpolitik.